Donnerstag, 31. Juli 2008

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Mittwoch, 30. Juli 2008

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Dienstag, 29. Juli 2008

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Donnerstag, 24. Juli 2008

Showimport mal andersrum

Erfolgreiche Serien und Spielshows werden ja schon seit Jahren von anderen Ländern kopiert, imitiert oder adaptiert. So beglückten Peter Bond und Maren Gilzer von 1988 an für 15 Jahre das deutsche Publikum mit dem “Glücksrad”, dass von dem amerikanischen “Wheel of Fortune” übernommen wurde, welches dort bereits seit 1983 lief. Wesentlich länger hat es da gedauert, bis “Der Preis ist heiss” es nach Deutschland schaffte. Die Show, die ab 1989 auf RTL lief, ist von dem amerikanischen Original “The Price Is Right” abgeschaut, das dort bereits seit 1956 lief.

Wie ihr aber dem Titel dieses Beitrages entnehmen könnt, geht das Ganze natürlich auch andersrum, wobei mich die lange Zeitspanne bis zur Adaption von "Wetten dass..?" schon etwas verwundert hat. "Wetten dass..?" läuft bei uns seit 1981 und ist Europas erfolgreichste Fernsehshow. Diese Woche lief nun die erste Sendung dieses Formates im US Fernsehen unter dem Namen "Wanna Bet..?" an und ich sage dieser Show schon jetzt kein langes Leben vorraus. Die Moderatoren sind zwei Engländer, die auch zusammen genommen nicht an Thomas Gottschalk heran kommen, und die Gäste sind irgendwelche C-Promis die am Anfang der Show ein gewisses Startgeld bekommen, das sie mit jeder Wette versuchen müssen zu steigern. Der Gewinner darf dann sein Geld einem wohltätigen Zwecke zukommen lassen. Die Wetten kamen zwar in der Größenordnung nicht an "Wetten dass..?" ran, waren aber auch nicht schlecht. Warum sie allerdings Wetten aus anderen Ländern importieren müssen war mir nicht so klar. So war z.B. einer der Wettenden Harald aus Deutschland, der mit geschlossenen Augen und nur durch Lecken an CDs das jeweilige Album erkennen konnte. Harald hat zwar nicht geschummelt, aber das Ganze hat mich dann doch irgendwie an die Geschichte mit der Buntstiftwette in 1988 erinnert, wo damals die Brille nicht abschloss und Titanic-Redakteur Bernd Fritz durch Spinksen die Wette "gewonnen" hatte.

Abschließend ist zu sagen, dass dieser Vesion generell einfach der richtige Flair fehlt und ohne Saalwetten, Pausenshows und guten Wettpaten wird sich "Wanna Bet..?" wohl nicht sehr lange halten.

Zum Schluss verrate ich allen, die sich schon immer gefragt hatten wie die Wok-WM zustande kam, dass Stefan Raab in 2003 versprochen hatte in einem Wok eine Bobbahn runter zu fahren falls er seine Wette verlieren würde. Tja, und so nahm der Wok dann halt seinen Lauf.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Weitere Dinge, die man über El Paso wissen sollte...

Ganz à la Tool Time schicke ich heute wie Tim Taylor und Al Borland einen Salut raus an die Autowelt und widme meinen heutigen Beitrag den Besonderheiten des Autofahrens in der Sun City:

Wenn ihr in ein Auto steigt, dann macht euch bereit nach einigen Metern wieder zu stoppen. Warum, weil euch spätestens nach hundert Metern ein Stoppschild begegnet. Die gibt es hier quasi an jeder Straßenecke. Rechts vor links ist hier nicht bekannt - genausowenig Kreisverkehre - da baut man einfach mal ein Stoppschild hin. Und nicht nur auf die weniger benutzen Straßen, sondern gleich an allen wir Ecken einer Kreuzung, damit auch wirklich jeder anhalten muss! Frei nach dem Motto "Wer zuerst kommt fährt zuerst" wird die Fahrt in Reihenfolge der ankommenden Fahrzeuge auch wieder fortgesetzt. Ich habe mir mittlerweile die "California Roll" (nein, nicht das gleichnamige Sushi) von Andy angeeignet... ist auch wirklich bescheuert komplett zu stoppen wenn man mutterseelenallein auf der Straße ist... Nur um euch mal ein Beispiel zu geben: Bevor ich auf die erste Ampel stoße komme ich an 5(!) Stoppschildern vorbei - und das auf nicht mal den ersten 500(!) Metern meines Arbeitsweges.

Wenn ihr in ein Auto steigt, dann solltet ihr sichergehen dass ihr keine nackten Stellen eures Körpers mit dem Anschnaller in Berührung kommen! Ich weiss wovon ich spreche...

Wenn ihr euch ein Auto kauft, dann wählt keins mit Gangschaltung! Nein, nicht wegen der tausend Stoppschilder oder der vielen kleineren Berge und Hügel hier, sondern aus dem Grund dass selbst die Plastik(!!!)Knüppel von Schaltungen so heiss werden können, dass man am liebsten Handschuhe tragen würde....das Gleiche gilt auch für manche Lenkräder.

Wenn ihr Tauben auf der Straße seht, dann denkt bitte nicht, dass die wie bei uns auch wirklich aus dem Weg fliegen werden wenn ihr mit dem Auto angefahren kommt - Sie tun es oft genug nicht! Gut nur, dass man durch die Stoppschilder ja meistens eh sehr langsam fährt und ausweichen kann....Nein, denkt jetzt nicht ich hätte schon mal eine Taube hier überfahren, allerdings wäre es heute morgen fast passiert als eine Taube mitten auf der Straße rumlief, ich rechts an ihr vorbeifahren wollte und sie kurz bevor ich sie erreicht hatte plötzlich nach rechts lief - war die doof! Gsd war ich alleine auf der Straße und, wie sollte es auch anders sein, kurz vor einem Stoppschild, so dass ich noch eine Vollbremsung machen konnte. Auch nicht verkehrt das mal geübt zu haben...

Jetzt kommt aber mal eine gute Nachricht für alle, die in Deutschland Probleme mit dem Parken haben: Hier sind die Parkplätze so groß, dass ich mir ernsthaft Gedanken um Fahrertauglichkeit machen würde wenn man hier nicht in die Parklücken passt. Diese sind nämlich alle ausgelegt für große SUVs und Pickuptrucks - da musste selbst ich beim Anblick eines Smarts lachen weil der auf dem Parkplatz nunmal sehr verloren aussah!

Grüne Rechtsabbiegerpfeile gibt es hier nicht - hier kann man immer rechts abbiegen, wenn denn die Straße frei ist. Ich habe bislang nur eine Ausnahme gesehen, wo ein Schild angebracht war dass man nur bei grün rechts abbiegen dürfe. Ich muss sagen, dass ich diese Regelung ganz gut finde - verringert dann die Wartezeiten die man bei den ganzen Stoppschildern ansammelt.

Für die Lauffaulen unter euch habe ich auch noch eine gute Nachricht: Wer noch schnell etwas Bargeld, Aspirin, Starbuckkaffee oder auch nur nen schnöden Burger oder Shake haben möchte muss hier nicht sein Auto verlassen - für alles gibt es einen Drive-through. Und was noch viel lustiger ist: Als ich letztens zu Fuß Geld abheben wollte an einer Bank wurde ich in der Bank nach keinem Automaten fündig - den gab es nur draußen - für Autos! Und da die Schalter schon zu waren war nur froh das zu dem Zeitpunkt keine Schlange an dem Automaten war. Denn wer steht schon gerne zwischen laufenden Autos um Geld abzuheben?!?

Das war's fürs erste mit meiner heutigen Tool Time. Das Tim Taylor Grunzen spare ich mir an dieser Stelle ;)

Dienstag, 22. Juli 2008

Europa

Wenn uns jemand fragt, wo man denn herkomme, nennen die Meisten, je nach Kontext, normalerweise entweder die Stadt oder das Land aus dem man stammt. Länder wie Deutschland wissen die meisten ja dann doch auf den richtigen Kontinent zuzuordnen und so sprechen wir eher selten von uns selbst als Europäer. Und das liegt unter anderem wohl an einem ganz einfachen Grund: Die Wenigsten von uns haben eine genaue Vorstellung oder Definition von oder für einen Europäer. Denkt mal darüber nach: Wie würdet ihr einen Europäer definieren? Selbst für die Meisten Europäer ist dies wohl ein sehr schwammiger Begriff zu dem es keine konkrete Antwort gibt die über die geographischen Zuordnung eines Bewohners, dessen Heimatland sich auf dem Kontinent Europa befindet, hinaus geht. Aber selbst in diesem einfachen Versuch einer Definition verbirgt sich schon ein Problem, wie ihr gleich feststellen werdet:

Denn betrachten wir doch mal, was Europa eigentlich ist – vielleicht bringt das ja mal etwas mehr Klarheit:

Die Anzahl der Mitgliederstaaten variiert je nach Definition zwischen 46 und 59 Staaten – je nachdem ob man nur souveräne Staaten dazu zählt oder auch de facto unabhängige Staaten wie den Kosovo oder Transnistrien, dass außer von Moldavien von keinem anderen Staat als souverän anerkannt wird, oder abhängige Staaten wie Gibraltar oder Madeira hinzuzählt. Ich glaube ich gehe eine sehr sichere Wette ein wenn ich sage, dass die Wenigsten unter uns alle dieser Staaten aufzählen können.

Aber machen wir trotzdem mal weiter: Denn da gibt es da ja auch noch die Europäische Union, die 27 europäische Staaten umfasst (inklusive Zypern, das geographisch eigentlich zu Asien gehört). Von der EU wiederum haben 15 Staaten den Euro als gemeinsame Währung, wobei jedoch noch sechs zusätzliche Nicht-EU-Mitglieder ebenfalls den Euro haben.

Um das Ganze dann auch noch mal komplizierter zu machen, ziehe ich jetzt auch noch den den Europarat hinzu, dessen Aufgabe ist einen engeren Zusammenschluss unter seinen Mitgliedern zu verwirklichen, und zu dessen 47 Mitgliedern Staaten wie Armenien, Aserbeidschan und Georgien zählen, die eigentlich geographisch genauso zu Asien gehören wie Israel, bei verschiedenen Sport- und Kulturveranstaltungen trotzdem oft zu Europa gezählt werden. Ich weiss jedenfalls, dass ich diese Länder in der Grundschulzeit nicht gelernt habe als wir die Länder Europas durchnahmen, auf der offiziellen Webseite der EU sind sie allerdings auch auf der Liste zu finden.

Ich könnte diese Ausführungen wohl noch endlos weiterführen, belasse es aber an dieser Stelle erst einmal mit der Auflistung der bisherigen Fakten – genug Verwirrung gestiftet für einen Beitrag! Ich möchte allerdings an dieser Stelle noch angeben, was mich zu den bisherigen Ausführungen bewegt hat: Das neue Online-Magazin: Europe & Me.

Die erste Auflage ist gerade online gegangen und der Name und meine anfängliche Frage nach einer europäischen Identität verraten wohl im Ungefähren den Inhalt dieses Magazins. Ein paar der Beiträge habe ich bereits gelesen und finde sowohl die Idee als auch die Inhalte gut, weshalb ich euch empfehle mal einen Blick darauf zu werfen. Der Artikel über die EM 2008, Europe Moves, hat mich daran erinnert, wie sich alle europäischen Studierenden aus Missouri während der EM gegenseitig angestachelt haben um sich dann wiederum zu trösten, wenn das jeweilige eigene Land ausgeschieden war. Weitergejubelt wurde dann für die Länder der Freunde. So auch Catalin aus Rumänien, der später das türkische, französische und spanische Team angefeuert hat. Nur die Deutschen und Italiener wurden von ihm nicht unterstützt. Im Falle von Italien zu allzu verständlich, aber Deutschland? Folgende Begründung fand ich aber sehr diplomatisch:

"Sorry Miriam, but I really wish Germany doesn't win Euro 2008. I really like Germany and Germans but I can't like your soccer team. And you know why? Gary Lineker, one of England's former great player once defined football like this: "Football is a simple game; 22 men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans win." He was so damn right! [...] I have the same feeling for the Italians. Love the country, love the people, can't stand their national soccer team... I prefer the underdogs."

Montag, 21. Juli 2008

Lehrergehälter und Urban Myths

Auf meinem morgendlichen Weg zur Arbeit habe ich diese Woche einen Bericht über Schulen gehört, die ihre Lehrer zum Teil auf Kommission bezahlen – je nachdem wie sich ihre Schüler verbessern. So können „gute" und „erfolgreiche" Lehrer im Vergleich zu regulären Schulen gut das doppelte verdienen. Das Programm soll als Anreiz dienen mehr Menschen den Beruf als Lehrer wieder schmackhafter zu machen und gut arbeitende Lehrer zu belohnen. Generell mag dies ja vielleicht eine gute Idee sein – das Unterrichten der heutigen Jugend wird ja auch nicht einfacher – jedoch sage ich diesem System ziemliche Probleme voraus. Denn welche Mittel wird man haben um den Erfolg der Schüler zu messen? Noten! Und wer gibt diese Noten? Der Lehrer! Wer sagt also, dass ein Lehrer die Schüler zu Beginn des Schuljahres nicht einfach schlechter bewertet als sie eigentlich sind oder die Tests wesentlich schwerer macht um dann am Ende für die Zeugnisse unheimliche Verbesserungen vorweisen zu können?!? Oder was ist mit Lehrern deren Schüler schon alle so gut sind, dass sie sich nicht mehr wirklich steigern können - zumindest was ihre Noten angeht. Da es in den USA eigentlich so gut wie keine mündlichen Noten gibt, wird alles auf die Noten aus schriftlichen Prüfungen hinauslaufen. So sollte eine eigentlich gute Idee auf ziemliche Probleme in der Umsetzung stoßen.

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Und da wir gerade beim Thema Bildung sind und ich euch auf meinem Blog auch gerne mal mit lehrreichen Informationen versorge – oder auch einfach nur Small Talk Themen für Partys bereitstelle – teile ich nun mit euch meine Verwunderung darüber, wie sich folgender Irrtum so tief in die Köpfe aller verfestigen konnte (inklusive meinem eigenen):

Die weitläufig angenommene Tatsache, dass die Chinesische Mauer vom Weltall aus sichtbar wäre, ist so nicht korrekt – jedenfalls nicht ohne größere technische Hilfsmittel und schon mal gar nicht vom Mond aus.

Nachlesen könnt ihr genauere Infos bei der Webseite von Nasa. Wer hätte es gedacht?!?

Eine solche generelle Annahme einer tatsächlichen Unwahrheit (gibt es dafür im Deutschen eigentlich ein Wort?) wird im Englischen übrigens “urban myth” genannt.

Freitag, 18. Juli 2008

Bist du Deutsch genug?

Wer von euch schon immer mal testen wollte, ob er/sie "deutsch genug ist" um den deutschen Einbürgerungstest zu bestehen, oder ob er/sie Chancen auf eine Einbürgerung in die USA, Großbritannien oder Österreich haben würde, der sollte doch mal auf folgender Seite der Süddeutschen Zeitung vorbeischauen:

Einbürgerungstest

Über die Wichtigkeit manche Fragen lässt sich sicherlich streiten. Mir gefallen da ja besonders die Fragen was man mit einem neu gekauften Fernseher machen kann, der defekt ist, oder wo muss man seinen Hund anmelden muss. Im ersten Quiz herrscht bei letzterer Frage allerdings ein Fehler. In dem zweiten Teil des Quiz kommt nämlich noch mal die gleiche Frage in ähnlicher Form vor und da ist die Antwort richtig...hatte mich schon gewundert ob Lohmar da eine Ausnahme darstellt ;)

Wobei ich ja auch anführen muss, dass für manche Menschen das Recht auf Umtausch oder die Anmeldung eines Haustieres beim Ordnungsamt wohl sehr fremd sein muss und es gut ist, dass sicher gestellt wird das Menschen möglichst viele Aspekte der deutschen Kultur lernen wenn sie hier wohnen wollen. Wobei da ein bloßes Faktenlernen auch eher wenig ausmacht was gute Integration angeht. Ein gutes Beispiel für gutes Erlernen einer fremden Kultur ist der Besuch von Delegierten der Inneren Mongolei (China) in Missouri, über den ihr hier etwas nachlesen könnt: Delegates from Inner Mongolia absorb all things American.


Die Delegierten haben durch verschiedenste Gelegenheiten auf ihrem Tripp die amerikanische Kultur kennen gelernt - unter anderem auch Weihnachten im July bei einem Baseballspiel. Die Regeln haben wohl die wenigsten verstanden, dafür aber einen guten Eindruck in eine für sie sehr fremde Kultur bekommen. Ein ganz nett geschriebener Artikel der mich ein paar Male zum Schmunzeln gebracht hat.

Dienstag, 15. Juli 2008

Man ist in El Paso wenn...

Heute stelle ich euch drei typische Dinge für El Paso vor, die mir in den letzten Tagen untergekommen sind:

Anfangen werde ich mit dem kleinen Kerl, dessen Leiche einige Tage das Treppenhaus im Rathaus "verschönert" hat:



Diese "kleinen" Cucarachas sind hier so normal wie bei uns Kellerasseln oder Ameisen. Das soll jetzt nicht heißen, dass die hier mehr geduldet werden, nur ist deren Anblick hier halt eher normal. Die meisten Häuser sind auch so mit Insektenvernichtungsmitteln behandelt, dass es die auch gar nicht ins Haus schaffen - Ausnahmen bestätigen dabei aber wie immer die Regel, wie der Kerl oben beweist...nur dann meistens nicht lange...

Folgende Ausnahme hatte da aber mehr Glück, da folgender Kerl lebendig im Wäschestapel gefunden wurde, bevor er in der Waschmaschine landen konnte:




Chris wollte seinem Leben allerdings schnell ein Ende setzen, was ich dann doch noch verhindern konnte. Auch wenn ich nicht gerade der größte Skorpionfan bin, so war es auch nicht unbedingt ein Akt ihn wieder im Vorgarten auszusetzen. Das mache ich wahrscheinlich auch nur so lange, bis mich dann einer sticht ;)

Das dritte Phänomen ist mir gestern im Auto passiert. Als ich auf der Rückfahrt von der Arbeit war hörte ich auf einmal ein lautes metallenes Ploppen und die Getränkedosen neben mir hatten sich leicht nach Außen gewölbt:



Irgendwie hatte ich nicht daran gedacht die Dosen mit ins Buero zu nehmen und nach acht Stunden in über 40 Grad Hitze brauchte der Inhalt wohl etwas mehr Platz als sonst. Eine Dose hatte sogar schon eine kleine Öffnung bekommen. Möchte nicht wissen was passiert wäre, wenn die noch länger dieser Hitze ausgesetzt worden wären.

Das war auch schon wieder meine kleine Unterrichtseinheit zum Leben in El Paso. Eine weitere Lektion folgt wie immer - nach der nächsten Maus!

Für Lese- und Scrollfreudige

Zeit um euch mal wieder ein kleines Update zu geben:

Für den 5. Juli hatte ich über das Büro Freikarten für Viva! El Paso ergattern können, das eine Art Musicalaufführung der Geschichte El Pasos ist. Schon die Hinfahrt war die Tour wert. Wir fuhren über die Transmountain Road, eine Straße die die Westseite mit der Ostseite durch die Franklin Mountains hindurch verbindet, und dann ging es wieder weiter in die Berge hinein in den McKelligon Canyon, wo sich das McKelligon Canyon Theater befindet, dass in die Bergwand integriert ist. Die Aufführung war sehr bunt und die Glitzerkostüme am Anfang und am Ende kamen mir etwas fehl am Platze vor, jedoch war die Hauptshow erstaunlich gut gemacht. Ich selber durfte zwar keine Bilder machen von der Aufführung, aber wer sich Photos von der bunten Aufführung anschauen möchte, findet hier ein Album. Hier sind auch noch ein paar Bilder von dem Theater selber:




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Da mein Chef letzte Woche von Mittwoch bis Samstag in Mexico war, war ich in dieser Zeit im Büro auf mich alleine gestellt. Glücklicherweise gab es keine Notfälle bezüglich der Medien oder anderer PR Arbeit, jedoch kann ich auch nicht sagen, dass ich wirklich beschäftigt war... Nach Hause geschickt hat mich allerdings auch keiner. Na ja, gib mir Internet und ich kann mich auch so beschäftigen. Freitag war dann wieder ein Konzert und diesmal hat Windy City den ganzen Abend Songs von "Chicago" zum Besten gegeben - einfach klasse! Bislang auch das größte Freitagskonzert! Hier ein paar Impressionen:


"Old Guys Rule" - Soll so viel heißen wie: Alte Männer haben die Hosen an, sind cool.


Der hatte auf alle Fälle seinen Spaß!

Nein, kein Deutscher. Nachdem ich zu ihm meinte, dass er doch ein cooles Shirt anhätte hatte er mich nur gefragt, ob ich Deutsch sprechen würde - er könne es nämlich nicht.
Er war allerdings mal da und mag das Land...na immerhin etwas ;)

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Am Samstag sind wir dann nach New Mexico gefahren um mit den Großeltern deren Geburtstage zu feiern. Sie ist 86 und er ist 88 geworden. Beide sind noch super fit und ich kann nur hoffen, dass ich später mal genauso altere. Abends ging es in ein Restaurant, dessen Menü uns mehr als ein Mal zum Grübeln brachte. Gemeinsam kamen wir dann zwar meistens auf die Lösung, jedoch war der Kellner bei den Lücken auch nicht gerade der Hilfreichste ;) Was die Portionen angeht, erinnerten mich diese an eine Werbung für eine Kreditkarte hier, wo ein Pärchen sehr lange auf eine Reservierung in einem Restaurant warten muss und als dann der Abend endlich gekommen ist, kommt der Kellner mit den Tellern die ihn zu dem Spruch verleiten, dass das Essen doch wie für Elfen gemacht aussehe. Wir sind dann allerdings nicht anschließend noch an die Tanke um mit unseren Kreditkarten Snacks zu kaufen :) Da es in dem Restaurant allerdings jeden Tag eine wechselnde Karte gibt, war die Auswahl etwas beschränkt, so dass meine Wahl sehr einfach gemacht wurde: Ich habe den Heilbutt genommen - mit Fenchel, Knoblauch und lilanen essbaren Blüten. Außer Chris, die auch den Heilbutt genommen hat, haben alle anderen Jacobsmuscheln gewählt. Mir ist aufgefallen, dass es diese hier sehr oft auf Speisekarten gibt. Täusche ich mich, oder gibt es die bei uns eher selten in Restaurants?






Nicht gerade der typische SUV...


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Ansonsten wird der Dollarkurs immer besser fuer uns, was fuer mich im Moment allerdings eher schlecht ist, da ich mein Gehalt ja in Dollar bekomme…

Auch wenn hier das Geschrei wegen den "hohen" Benzinpreisen stetig steigt, so genießen Europäer hier richtiggehend den Gang an die Zapfsäule. Gestern habe ich vollgetankt (53 Liter) und habe dafür "gerade mal" 31€ bezahlt. Das sind 0,58€/Liter. Gut, ich muss dazu sagen, dass ich 50 Cent/Gallone (3.78l) weniger bezahlt habe als sonst. Wenn man hier bei Albertsons (Supermarkt) für mehr als $100 einkauft bekommt man diesen Rabatt für deren Tankstellen. Hat bei der Menge immerhin $7 ausgemacht.


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Nun ist aber mal genug für heute! Sonst bekommt ihr noch viereckige Augen oder nicht mehr nach mit dem Lesen ;)


Mittwoch, 9. Juli 2008

Mein Material vom Unwetter

Glücklicherweise hatte ich meine Digicam dabei als das Unwetter am Montag stattfand und nachdem ich euch beim letzten Eintrag Material gepostet habe welches ich online gefunden hatte, könnt ihr dann heute mal meine Videos und Photos sehen.

So sah es aus, bevor ich losgefahren bin...



Hätte ich auch direkt mal da bleiben können... Nachdem ich diese Zustände auf der Straße vorgefunden hatte, beschloss ich dann nach ein paar Minuten aufzugegeben und mich auf den nächsten Parkplatz zu stellen:



Das war dann eine Gute Idee, wie folgendes Video verdeutlicht:



In diesem Video kam ich mir dann wie auf der Wasserbahn vor:




Hier sind dann auch noch ein paar photographische Impressionen:

Man beachte das Wasser, dass sich an den Rädern anstaut.

Ein wenig Wasser kommt von den Bergen runter und sammelt sich auf der Straße...

Kleine Wassermassen...

Dieses Auto hatte dann noch ne ganze Weile gewartet, bis es wieder auf die Straße fuhr.

Wie man sehen kann , war ich nicht die Einzige, die sich entschlossen hat von der Straße zu fahren...nur haben die es nicht mehr auf den regulären Parkplatz geschafft.

Auf meinem Parkplatz bekam ich dann schnell Gesellschaft in Form einem Fernsehteam.

Kleiner See am Straßenrand...

...und wie es aussieht, wenn man da durch fährt.

Und so sieht es aus, wenn Steine von den Rocky Mountains gespült werden und es bis auf unsere Straßen schaffen

Und noch mehr Steine auf der Straße

Aber keine Sorge, wie ihr gemerkt habt, geht es mir gut und ich bin richtig dankbar, dass wir noch die Nacht davor meine Scheibenwischer erneuert hatten!

Land unter in der Sun City!

So etwas habe ich noch nicht erlebt: Wassermassen die Flüssen gleichen liefen gestern auf meinem Nachhauseweg auf der Straße runter – und das in El Paso, TX!

Das El Paso generell nicht sehr gut auf Regen eingestellt ist habe ich schon im Fitnessstudio gemerkt, als es hinter mir anfing durch die Decke zu tropfen, so dass sich schnell eine große Pfütze bildete. Schon beim Abbiegen auf Mesa (eine Art Hauptstrasse) wurde mir klar, dass die Heimfahrt wohl sehr viel länger als geplant verlaufen würde. Es hat schon alleine fünf Minuten gedauert bis ich abbiegen konnte und selbst dann ging es nur im Schneckentempo weiter, während Wassermassen von guten 10-15 cm die Straße runterströmten. Der Anruf von Dwight das ich doch in Fitnessstudio bleiben solle kam dann auch zu spät und er meinte nur, dass ich sofort von der Straße runter sollte. Ihr kennt mich ja, normalerweise würde ich ja sagen, dass so ein "bisschen Regen" kein Problem wäre, nur nachdem ich immer mehr Jeeps und Trucks sah die am Straßenrand anhielten, machte ich mich in meinem kleinen Sunfire auch mal lieber auf einen Parkplatz. Natürlich der einzige Parkplatz auf der ganzen Straße das keine Geschäfte hatte irgendwelchen Restaurants oder Fast Food Laeden… Jenny hat mir dann netterweise ein wenig Gesellschaft geleistet am Telefon als ich so auf meinem Parkplatz saß. Nach kurzer Zeit kam auch schon das Team von abc7 um das Geschehen zu filmen. Nach gut 45 Minuten hatte ich das rumsitzen satt und da der Regen auch nachgelassen hatte, machte ich mich dann auch wieder auf in den Verkehr, vorbei und über kleinere Steinlawinen die auf die Straße gespült wurden vermied ich meine normale Nachhauseroute, da diese mehrere Senken besitzt. Dies erwies sich auch als eine sehr kluge Entscheidung, da ich später in den Nachrichten gesehen habe, wie sie Menschen aus ihren steckengebliebenen und überfluteten Autos retteten. Endlich zu Hause angekommen war Dwight gerade dabei Wasser aus dem Pool zu lassen. Wo man normalerweise wegen der Verdunstung ständig Wasser nachfüllen muss, war der Pool nach dem Regen kurz vor dem Überlaufen. Kurzentschlossen half ich Dwight dann noch mit einer Wasserbombe etwas mehr Wasser aus dem Pool zu lassen – ich war ja eh schon nass. Irgendwie fühlte sich das nach dem Erlebnis der letzten Stunden echt super an und ich kann mich auch gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal mit kompletter Montur im Pool war… Wer sich das Ausmaß mal anschauen möchte, kann hier ein paar Bilder sehen, die ich von der KFOX Webseite kopiert habe:











Bei KVIA gibt es auch noch Videos zu sehen

Westside flooding

Traffic Cam

Da ich glücklicherweise meine Digicam dabei hatte, werden dann auch noch meine Sachen beim nächsten Beitrag folgen.

Donnerstag, 3. Juli 2008

El Chihuahua

Nachdem ihr folgende Bilder gesehen habt, werdet ihr unserer Erstaunung verstehen, die wir verspürt haben, als der Vizebürgermeister diese Woche in unser Büro kam um uns folgende Skulptur zu schenken:


Euch werden wohl auch die gleichen Fragen durch den Kopf schwirren, die uns aufgekommen sind und so eine richtige Erklärung haben wir bislang auch nicht, warum uns Menschen aus Chihuahua dieses "Kunstwerk" hinterlassen haben. Von meinem Arbeitsplatz schaue ich schon seit drei Tagen direkt auf dieses Ungetüm und es ist doch immer lustig Leute dabei zu beobachten, wie sich ihr Gesichtsausdruck verändert wenn sie die Skulptur das erste Mal sehen!


Wir hatten jedenfalls Spaß beim „Photoshoot“ und zumindest ist es der erste Chihuahua, der weiß sich zu benehmen ;)