Samstag, 31. Mai 2008

Sonnige Grüße aus dem Lone Star State

Wollte mich nur mal kurz melden und sagen, dass ich gut in El Paso angekommen bin. Flüge waren unproblematisch und sogar überpünktlich.

Das Wetter hier ist phantastisch: 37°C und fast keine Luftfeuchtigkeit, was nach Columbia ein echter Segen ist!
Gleich geht's erst mal auf die Abschlussfeier des Nachbars, wo ich keinen Mensch kennen werde, aber das lässt sich ja auch ändern. Am Dienstag kommt dann auch „schon“ Anna, worauf ich mich schon super freue! Da mein Praktikum ja eine Woche nach hinten verschoben wurde, habe ich jetzt erst mal eine Woche Zeit die Sonne und die Gesellschaft hier zu genießen und schon mal so Sachen zu machen wie meinen amerikanischen Führerschein zu erlangen oder meine baldige Arbeitsstätte zu besuchen. Bin ja schon sehr gespannt!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Camping in Hartville

In 36 Stunden bin ich schon wieder auf dem Weg nach El Paso. Ich habe langsam aufgehört zu zählen, wie oft ich schon dort abgeflogen und gelandet bin, aber ich freue mich jedes Mal auf neue wieder den guten alten texanischen Wüstenboden zu betreten. Da ich im August noch mal für 5 Tage im guten alten CoMo vorbeischauen werde, möchte ich jetzt nicht wieder viel von Abschied schreiben, aber es kommt halt doch so langsam aber sicher die Stimmung auf. Mein Zimmer gleicht zurzeit eher einem Tatort eines Einbruchs: Überall liegen Sachen verstreut rum und man kann sich kein Bild von den Ausmaßen machen…

Wenn ich euch ein paar Bilder von meinem Campingwochenende in Hartville, Missouri, hochgeladen habe, dann mache ich mich auch schon mal an das Packen des ersten Koffers. Werde allerdings einige Sachen erst mal hier lassen, damit ich nicht alles nach El Paso und zurückkarren muss. Das wird eh noch ein Spaß… Mein Shuttle kommt mich übrigens um 7 Uhr am Samstagmorgen abholen – darf auch etwas später sein gnädiges Fräulein?!?

Zum Campingwochenende mit Rose und ihrem Bruder bei dessen Freunden könnte ich euch jetzt auch noch einen Roman schreiben – lasse es aber an dieser Stelle. Ich gebe euch aber trotzdem mal ein paar Impressionen von dem Wochenende mit:

Auf der Hinfahrt haben wir auf den ständig bergauf- und bergabführenden Straßen schon mal das erste Gefühl von Kirmes gehabt, auf dessen Fahrt wir beinahe eine Schildkröte und mit hoher Wahrscheinlich ein Eichhörnchen überfahren haben. Könnt euch ja vorstellen, wie es mir dann erst mal ging… Im Nirgendwo dann endlich angekommen begrüßten uns zu meiner Freude schon drei Hunde, zwei Welpen, eine Ziege und ein Säugling (Reihenfolge willkürlich) zusammen mit seinen Eltern, ihrer polnischen Mama und dann später noch ein Haufen anderer Freunde und Bekannte. Es sollte ein sehr lustiges Wochenende mit viel Lachen, Tischtennis, Rockband, Kanufahren, mit den Hunden spielen, nach Zecken suchen – und dann tatsächlich eine an meinem Arm entdecken (brrrrr….), BBQen, am Lagerfeuer sitzen, Karten spielen und und und werden. Die Leute waren alle super nett und es war auch schön noch mal eine ganz andere Seite von Missouri zu entdecken. Mit Ania und Omar und dem kleinen Sharif werde ich wohl noch weiterhin in Kontakt bleiben dank seiner tollen T1, $300/Monat teuren Internetverbindung. Man(n) gönnt sich ja sonst nichts ;)

Mehr Fotos gibt es dann auch noch hier

Ein Blowout Sale?!? Da muss ich ja mal unbedingt shoppen gehen!

Ach schau mal an: Ein Aldi!

Da werden die Tiere noch artgerecht gehalten...

Eine "geheime" Aufnahme von den Hillbillies ;)


Auf und ab - Auf und ab:

Die waren sehr unkreativ bei der Namensgebung...

Tippy (oder viel mehr Ticky - die hatte sooo viele Zecken im Ohr) und Socks

Das Missouri State Motto: Show-Me State

Kaya
Sammy - Die Werkstattskatze ohne Schwanz (so kam sie schon zu der Werkstatt - war kein "Arbeitsunfall"

Freitag, 23. Mai 2008

Beggin' Strips und Tripp nach Lebanon

Bevor ich mich für das Wochenende nach Lebanon aufmache, wollte ich noch einen Werbespot mit euch teilen, den ich heute Morgen gesehen habe. Na ja, ich konnte den Aktuellen nicht auf YouTube finden, aber dafür bekommt ihr quasi den gleichen Spot nur zwei Dekaden früher produziert zu sehen. Was mich dazu getrieben hat den Spot mit euch zu teilen, ist die überaus unpassende "Stimme" für den Hund. Die passt ja mal so gar nicht, mal ganz von dem Inhalt abgesehen…

Ach ja, und wer sich jetzt am Anfang dieses Beitrags gefragt hatte, was mich nach Lebanon bringt, dem kann ich sagen, dass ich da das Wochenende campen werde mit ein paar Freunden. Und ich habe auch bewusst nicht geschrieben, dass ich mich IN DEN Libanon aufmachen werde. OK, zugegebenermaßen klingt das mit der Englischen Schreibweise für Libanon besser, aber wie wäre es mal mit einem Libanon in Bayern? Das Lebanon zu dem ich fahren werde liegt nämlich auch in Missouri. Wünsche euch bis dahin ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 22. Mai 2008

Deutschland: Völkermordfrei seit April 11, 1946

The Onion, die sich als „America’s Finest News Source“ bezeichnet, hat eben diesen Satz in einem Faktenüberblick über Deutschland als Überschrift für alle ihrer Eintröge über Deutschland verwendet. Gefunden habe ich dies also ich mir deren Atlas Of The Planet Earth – Our Dumb World (Atlas des Planeten Erde – Unsere dumme Welt) angeschaut habe. Dieses interaktive Projekt preist, dass es “reveals mind-expanding factoids about the lesser, conquerable nations of the Earth.” – also einem Fakten über die weniger “überwindbareren” Länder dieser Welt beibringt, die den geistigen Horizont erweitern. Dabei kann man auf der Webseite verschiedene Punkte anklicken und der erste Punkt in Deutschland den ich angeklickt hatte zeigte folgende "Fakten":

Also konnte ich auch noch lernen, dass unsere Nationalhymne eine dreiminütige Wiederholung des Worted „Fortschritt“ ist und dass in Deutschland 9% der Bevölkerung „unbedeutender“ Rassen angehören. Außerdem ist in unserem Grundgesetz verankert, dass übrigens das knappeste verfasste der Welt ist, dass in Deutschland nur eine Komödie pro alle 10 Jahre produziert werden darf.

Interessant!

All diejenigen, die oben schon mal auf den Link der Onion geklickt hatten (und dann auch noch den Text gelesen hatten der auf Wikipedia steht), der weiß, dass The Onion keine richtige Nachrichtenagentur ist, sondern vor allem eine Quelle von Satire. Ok, mir muss man wohl nicht erklären was Satire, Ironie und Sarkasmus ist, jedoch bin ich etwas bestürzt über welche Formen das bei The Onion diesmal angenommen hat. Wie wäre es denn mit Witzen über die deutsche Pünktlichkeit, das Oktoberfest, Lederhosen, Bier, Autos oder Recycling gewesen? Und das ist nur eine kleine Auswahl von den Stereotypen, die mir hier entgegengebracht wurden.

Ach ja, deutsche Strenge und Bier haben sie ja dann doch nicht vergessen einzufügen:

Folgender Beitrag zu Hitler war der einzige, der mich zumindest etwas zum Schmunzeln gebracht hat:

Ansonsten geht das dann weiter mit dem strengen Ton…

Da sind die Beiträge zu den anderen Ländern doch besser… Wer Lust hat, dass sich das ja auch mal selber anschauen. Möchte hier auch noch mal anführen, dass ich ja sonst ne gute Portion Spaß verstehe, aber das hier fand ich dann schon fast "traurig." Habe das leise Gefühl, dass die Schreiber ihre Infos aus leicht antiquirten Büchern genommen haben. Heutzutage haben wir doch viel bessere Stereotypen zu bieten! Was meint ihr dazu?

Mizzou Impressionen


Broadway

Broadway

9th Street

Was man nicht alles auf Bäumen findet...


Einer der Eingänge zur J-School

Jesse Hall

Die Säulen

Mittwoch, 21. Mai 2008

Hypermiling, Harry Potter und die Deutsche Sprache

Zurzeit ist das Meiste, was Amerikaner für Benzin bezahlen müssen, 0.69€/Liter in Chicago. Das die Autofahrer in Deutschland über solche Preise in Jubelschreie ausbrechen würden, ändert nichts an der Tatsache, dass Beschwerden hier immer lauter werden. Missouri ist einer der günstigsten Staaten mit zurzeit ungefähr 0.61€/Liter.

Auch wenn das Autofahren hier noch wesentlich günstiger ist, so hat sich doch jetzt ein Mann eine Art des Autofahrens „entwickelt“, wo man wirklich erstaunlich viel Geld sparen kann. Er hält den aktuellen Weltrekord für die meisten Meilen mit einer Tankfüllung, was ein Durchschnitt von 164 Meilen/Gallone war. Wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe, sind das ca. 3.68 Liter/100 km.

Wer herausfinden möchte, wie man Benzin sparen kann, der klickt einfach mal hier und schaut sich die Videos an: Hypermiling

Lernen soll man ja auch immer mit Spaß verbinden, also habe ich jetzt auch noch ein kleines Video für all die Harry Potter Fans unter uns. Wer Harry Potter nicht mag, allerdings die Filmmusik, sollte sich trotzdem mal das Video anschauen.

Und ich höre den ganzen Tag immer nur die Staatenhymne von Missouri…

Ach ja, während ich diese Zeilen hier geschrieben habe, lief Live with Regis and Kelly im Hintergrund, wo heute morgen Kevin Spacey zu Besuch war. Der muss wohl irgendein Stück in Deutschland aufgeführt haben, wo live das Gesprochene übersetzt wurde. Er meinte dann, dass für jedes Wort im Englischen 10 Deutsche Wörter benutzt würden, was die Lacher mit zehnsekündiger Verspätung erklären würde. So ganz kann ich diese Aussage nicht ganz unterstützen, da wir ja auch z.B. vorzugsweise Nomen in unendlichen Ketten aneinanderhängen (man siehe auch Donaudampfschifffahrtsgesellschaftsraddampferkapitänskajütentür- sicherheitsschlüssel). Generell stimmt es allerdings schon, dass insgesamt mehr Wörter im Deutschen benutzt werden als im Englischen und die Wörter auch länger sind. Was die Zeitverzögerung angeht, muss man natürlich auch die Zeit des Abtippens des Übersetzers mit einrechnen und die Zeit, die das Publikum zum Lesen braucht.

Dienstag, 20. Mai 2008

CoMo die Geisterstadt

Kaum ist das Semester rum, so schrumpft die Bevölkerung von Columbia um mehr als ein Drittel. Das Campusgelände ist fast komplett ausgestorben. Schon komisch, wenn man fast die einzige Person in der Bibliothek ist. Ok, jetzt denkt nicht das Falsch. Ich habe schon verstanden, dass jetzt Semesterferien sind, aber da ich keinen Drucker habe, musste ich mich halt wieder mal in die Bib bewegen.

Das House of Tuck ist jetzt auch unbefraut, wenn man mal von meiner Wenigkeit absieht. Muss aber sagen, dass einem die Ruhe nach diesem Semester auch ganz gut tut. Außerdem haben wir zurzeit echt gutes Wetter und so habe ich auch schon unseren Außernpool für diese Saison einweihen können.

Ansonsten hatten wir letzte Woche noch einige Abschiedsfeten und Abschiedstreffen und dort musste ich jetzt auch schon einigen „Goodbye“ sagen, was mir doch recht schwer gefallen ist. Manche werde ich zwar noch mal im August sehen, aber manche wohl erst in ferner Zukunft. Schon kein schöner Gedanke. Ich musste außerdem feststellen, dass einige angenommen hatten, dass ich auch noch ein weiteres Jahr hier bleiben würde. Für die meisten gehöre ich einfach zur ganz normalen J-School Clique dazu, was den Abschied ja dann auch nicht wirklich besser gemacht hat.

Ich habe übrigens letztens eine interessante Entdeckung gemacht:



Auf der Flasche steht auch noch das Geständnis, dass das Bier nicht innerhalb der Kölner Stadtgrenzen gebraut wurde. Aber hier „darf“ man ja auch Sekt ungestraft Champagner nennen…

Samstag, 17. Mai 2008

Lebenszeichen

Keine Sorge, ich bin nicht vom Erdboden verschwunden. Mein verspätetes Lebenszeichen führt darauf zurück das ich – jetzt kommt eine super Überraschung – mal wieder super beschäftigt war.

Pünktlich zum Semesterende kam mich Sammy für eine Woche besuchen. Da war die Freude natürlich groß und die Tage dementsprechend kurz. Neben der obligatorischen Campustour inklusive einem Trip zu unserem Rec, sind wir auch mal in die Hauptstadt von Missouri, Jefferson City, gefahren und haben andere lokale Attraktivitäten besucht. Dabei durften natürlich auch Kostproben des amerikanischen Studentenlebens nicht fehlen. Es war eine sehr schöne Woche und ich war echt traurig als Sammy dann wieder weggefahren ist. Hier habt ihr mal ein paar Impressionen von Sammys erstem Tripp in die USA:

Vor dem Capitol in Jefferson City

Jefferson ohne Kopf und ich (nein! Es war nicht windig...)

Wer erkennt den Fehler? ;)

Die vier Mädels aus Deutschland

Sammy und Sarah

Scott und ich

Zitat: "Das riecht ja auch schon nach deutschem Bier!"

Ich war nicht die Einzige, die sich tierisch über das Kölsch gefreut hat :)

Am letzten Abend ging es dann auch in das Steakhouse, was Sammy sich ja so sehnlichst gewünscht hatte




Da war jemand aber happy

Ansonsten habe ich auch endlich Neuigkeiten was meine Sommerpläne angeht. Vielleicht war es auch gar nicht mal so schlecht, dass ich die letzten Tage keine Zeit zu schreiben hatte, denn damit konnte ich euch noch ein ständiges Hin und Her und den ganzen Last-Minute-Krimi ersparen, der sich mit meiner Praktikumssuche ergeben hat. Jetzt ist aber hoffentlich alles geklärt und ich werde tatsächlich meinen Sommer in El Paso verbringen!!! Kann es selber noch gar nicht richtig fassen! Nachdem ich Dienstagnachmittag eine Zusage vom International Office bezüglich des Praktikums hier in CoMo bekommen hatte, dachte ich eigentlich, dass sich das mit El Paso endgültig erledigt hätte. Dann habe ich El Paso noch mal klar gemacht, dass wenn sie mich haben wollen würden für den Sommer, müssten sie sich so langsam aber sicher sputen. Daraufhin bekam ich dann Mittwochmorgen eine E-mail in der stand, dass ich deren erste Wahl wäre, man aber erst mal die ganzen Visumangelegenheiten klären müsste. Dann find der ganze Krimi ja erst wieder an. Die in El Paso wollten erst mein verlängertes Visum haben bevor sie mir die offizielle Zusage geben würden. Für die Visumsverlängerung brauchte ich allerdings zuerst deren OK. Da Freitag mein letzter möglicher Tag für die Visumsverlängerung war, wurde ich an dem Tag doch sehr nervös, weil noch nicht wirklich etwas geklärt war. Da Heather an dem Tag auch noch ausziehen wollte und ich ihr versprochen hatte zu helfen, war ich dann bis zwei Uhr noch aus dem Haus. Dann wurden schnell die letzten E-Mails, Telefonate und Besuche im International Office erledigt und um vier Uhr war dann alles soweit geregelt. Ich hatte tatsächlich die Zusage aus El Paso und die Zusage, dass ich mir am Montag mein neues Visum abholen könne. Ob jetzt wirklich alles geklappt hat, werde ich also am Montag sagen können, ich bin allerdings guter Dinge.

Ansonsten werde ich jetzt die letzten zwei Wochen hier in CoMo genießen und dann wahrscheinlich am 31. Mai nach EP fliegen. Freue mich schon total. Das Praktikum geht dann vom 2. Juni bis 1. August. Bin schon traurig, dass ich den Sommer jetzt nicht mehr mit meinen Freunden hier verbringen werde, aber ich wollte vor meinem Rückflug noch einen kleinen Zwischenstopp hier machen um noch mal hello and good bye sagen zu können.

Jetzt seid ihr mal wieder etwas mehr auf dem Laufenden :) Hoffe bei euch ist auch soweit alles in Ordnung!

Mittwoch, 7. Mai 2008

Ergebnis einer (fast) durchgemachten Nacht

Um 5 Uhr war dann doch die Schmerzgrenze erreicht und ein 2,5 stündiger Powernap war nötig, obwohl dann doch "nur" noch zwei Stunden Arbeit fehlten, wie ich gerade festgestellt habe, denn: ICH BIN FERTIG :) OK, zugegebenermaßen muss da noch so einiges dran getan werden (komplette Zitate überarbeiten und Korrektur muss noch gelesen werden), aber ich habe jetzt zumindest etwas zum Abgeben :)

Da kann ich mich ja fröhlich an den Rest meiner Pressemappe und das CAR Gruppenprojekt für morgen setzen... und dann vielleicht irgendwann auch mal meinen verpassten Schlaf nachholen...

Circa vier Stunden und viereinhalb Seiten später halte ich tapfer durch - das Ziel ist zwar noch nicht greifbar nahe, aber es rückt doch tatsächlich näher...

Dienstag, 6. Mai 2008

Nächtliche Philosophiererei

Viertel vor 11 Uhr nachts und eigentlich müsste ich gerade an meiner letzten Hausarbeit für dieses Semester arbeiten. Ja, ja, ja, jetzt geht das schon wieder los. Da jammert et Fräulein Schumacher mal wieder rum, weil sie ja so viel zu tun hat, und schreibt dann auch noch an ihrem Blog rum. Ganz Unrecht hätte man bei diesem Spruch nicht, aber da ich mir vorgenommen habe, die Hausarbeit heute Nacht noch fertig zu stellen (es sei denn, ich verfalle irgendwann dem Sekundenschlaf – dem ist allerdings mit Koffein vorgebeugt), macht so ein wenig Blogschreiben den Kohl auch nicht mehr fett. Für alle, die es noch nicht ganz so im Hinterkopf haben: Dies ist meine letzte Uniwoche des Semesters. Da möchte ich euch ja schon an meinen Gedankengängen teilhaben lassen. Und die sind im Moment trotz Hausarbeit sehr mannigfaltig und verstreut. Der Ausgang meiner Praktikumsbewerbungen steht immer noch in den Sternen, aber wenigstens hat man in EP zugegeben, wie langsam dort doch die Mühlen mahlen. Als Teilerfolg kann man dieses allerdings dann doch nicht werten. Des Weiteren gibt es da auch diverse Menschen, die immer wieder das „böse“ Wort Abschied in den Mund nehmen. Wer mich kennt weiß, wie schwer es mir fallen wird, die ganzen Menschen hier zurück zu lassen. Zugegebenermaßen werde ich einige davon auch mal wieder sehen, aber wenn man ehrlich zu sich ist, dann wird man auch viele nie wieder sehen, auch wenn man sich das heute noch verspricht. Aber das habe ich ja auch schon im Voraus gewusst, was mir hier am Ende blühen wird. Ich möchte es aber trotzdem nicht missen. Ich kann wirklich sagen, dass ich in diesem Jahr viel gelernt habe, und das nicht nur im akademischen Sinne. Prioritäten, Wünsche, Träume, Ansichten, Verhaltensweisen – alles hat sich zumindest etwas geändert. Ob alles im Positivem mag sich erst mit Laufe der Zeit herausstellen. Zurzeit möchte ich dieses allerdings doch annehmen, zumindest zum größten Teil ;)

Mal abgesehen davon, dass in zwei Tagen mein letzter Unitag ist, so kommt in fast genau 48 Stunden auch wieder ein Stück Heimat zu mir in Form von Besuch. Wie ich mich darauf freue, brauche ich hier wohl nicht ausdrücklich zu schreiben. Denn auch wenn ich mich hier trotz mancher Widrigkeiten recht wohl fühle, so ist die Heimat dann doch immer etwas anderes.

Wenn ich heute Nacht flott voran komme, gibt es vielleicht noch ein paar zusätzliche Gedanken. Bis dahin: Viele Grüße an alle die das hier lesen, wo auch immer ihr gerade sein mögt!

Montag, 5. Mai 2008

Weinprobe mal anders

Ich bin ja froh, dass ich euch mit meinen Versuchen der „anderen Art von Unterhaltung“ einen Gefallen tun kann. Da schiebe ich doch mal direkt einen nach. In diese, Fall möchte ich aber darauf hinweisen, dass ich nur in dem Fall des zweiten Links von einem „Lerneffekt“ reden kann. Tut mir mal bitte einen Gefallen, und schaut euch folgenden Link an:

Changing the Wine World

Dieser Sommelier hat eine wirklich einzigartige Art Weinproben in Form von Onlinevideos der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Hier würde man sagen, dass der Typ wirklich „in your face“ ist. Was das heißen soll, werdet ihr sehen, wenn ihr ihn euch für eine Weile anschaut. Nach ungefähr zehn Minuten könnt ihr dann Zeuge davon werden, wie er den Wein den er probiert in einen Metalleimer mit Footballmotiv spukt.
Aber nun zurück zu meiner Behauptung, dass es tatsächlich einen Lerneffekt bei dieser ganzen Sache gibt. Nun ja, zum Einen muss man ja sagen, dass er schon „Ahnung“ zu haben scheint von dem was er da so tut, andererseits ist das was er macht einfach „genial.“
„Genial“, wie ist das denn genial? Lest euch mal folgenden Artikel durch:

Introducing 'the social media sommelier' who had big dreams and a webcam

Angefangen mit einem Familienunternehmen, hat sich Gary mit seiner Vermarktungsstrategie zum $60 Millionen Unternehmen gespuckt. 80.000 Menschen schauen sich täglich seine Videos an und obwohl sein Buch erst nächste Woche rauskommt, so ist es jetzt schon auf Platz 36 bei der Bestsellerliste von Amazon.

Diese Geschichte beweist uns doch auf eindruckende Weise, zu was eine Idee in Verbindung mit dem WWW führen kann.

Sonntag, 4. Mai 2008

Die zehn giftigsten Orte der Welt

Folgender Artikel zeigt mal wieder, wie der Mensch Schindluder mit der Erde treibt und dabei die Schwächeren unter uns gleich mit ins Verderben zieht.

Die zehn giftigsten Orte der Welt
Schattenseiten der Globalisierung
(Von Melanie Vogel, 2008-04-09, www.internationalStudentsClub.org)



Das Trinkwasser ist verseucht und mit jedem Atemzug gelangen giftige Dämpfe in die Lunge. Trotzdem leben Menschen an diesen Orten. Das Blacksmith Institute hat jetzt eine Liste der zehn meistverseuchten Orte präsentiert. Diese verteilen sich auf sieben Länder mit eindeutigem Schwerpunkt in Asien. Sieben der Top 10 Plätze kann der Kontinent für sich beanspruchen. Rund zwölf Millionen Menschen seien von den Umweltschäden allein an diesen zehn Orten betroffen.

Die Folgen sind nach Angaben des Instituts dramatisch, vor allem für Kinder: Gendefekte, Missbildungen und verminderte geistige Entwicklung gehören häufig zu den Folgeerscheinungen der Umweltbelastung in diesen Gegenden. Die Lebenserwartung sei deutlich niedriger als anderswo. Als Hauptschuldige hat das Blacksmith Institute den Bergbau, die Umweltsünden des Kalten Krieges und die unkontrollierte Industrieproduktion ausgemacht.

In der jetzt vorgestellten Liste für 2007 sind gegenüber vergangenem Jahr vier Neuzugänge, zwei davon in Indien (Vapi und Sukinda) und jeweils einer in China (Tianying) und Aserbeidschan (Sumgayit).

Tschernobyl, Ukraine

Immer noch leidet die ganze Region in der Ukraine und weiten Teilen Russlands sowie Osteuropas unter den Folgen des GAUs von 1986. Uran, Plutonium, radioaktives Iod, Cäsium-137, Strontium-90, und andere Metalle gelangen in die Umwelt. Tausende Menschen starben an den Folgen. Der Reaktor wurde nach dem Unfall mit einem Betonsarg versiegelt. Dieser wurde mit der Zeit allerdings immer brüchiger. Deshalb wird derzeit an einem weiteren Programm gearbeitet, um den Austritt von Radioaktivität zu verhindern.

Dserschinsk, Russland
Bis zum Ende des kalten Kriegs befand sich in Dserschinsk die größte Produktion für Chemiewaffen in Russland. Auch heute noch ist die Stadt ein bedeutendes Zentrum der chemischen Industrie. Zwischen 1930 und 1998 sollen angeblich fast 300.000 Tonnen Chemieabfälle einfach in die Natur gekippt worden sein.

Kabwe, Sambia
1994 wurde die Bleimine in Kabwe zwar geschlossen. Ddie Folgen des jahrzehntelangen unkontrollierten Abbaus sind aber auch heute noch zu spüren. Die Erde der zweitgrößten Stadt Sambias ist verseucht mit Bleistaub und das Wasser ist mit Schwermetallen belastet.

La Oroya, Peru

Seit 1922 werden in La Oroya verschiedene Metalle abgebaut und verhüttet. Die 35.000 Einwohner der peruanischen Andenstadt leiden unter extremer Luftverschmutzung. Die Schwefeldioxid-Konzentration übertrifft den von der WHO festgelegten Grenzwert um das Zehnfache. Studien bringen die hohe Säuglingssterblichkeit in La Oroya mit giftigen Gasen aus den Schmelzöfen in Verbindung.

Linfen, China

Die Menschen in Linfen ersticken nach eigenen Worten regelrecht am Kohlenstaub. Die Stadt liegt mitten in der Shanxi Provinz, dem Zentrum von Chinas rasant wachsender Kohleindustrie. Unzählige Schlote von Eisen-, Stahl- und Kohle-Fabriken spucken den Dreck in die Luft, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sehen kann.

Norilsk, Russland
Dreckschleuder am Polarkreis. Ohne Bodenschätze, würde es diese Stadt wahrscheinlich nicht geben, behaupten Experten. In Norilsk leiden die Menschen und Tiere unter dem Ausstoß von verschiedenen giftigen Gasen. Hier gelangen Cäsium-137, Strontium-90, Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx), Nickel, Kupfer, Cobalt, Blei, Selen, und Phenole täglich in die Luft und die Lungen der Menschen. Norilsk ist nach Murmansk die zweitgrößte Stadt nördlich des Polarkreises. Gegründet wurde sie 1935, damals mussten noch Sklaven in den Minen arbeiten.

Vapi, Indien
Vapi liegt am südlichen Ende eines rund 400 Kilometer langen Industriegürtels im indischen Bundesstaat Gujarat. Viele der über 1.000 Fabriken stellen chemische Produkte, wie Pestizide, Düngemittel oder Farben her. Die Abfälle sind mit Schwermetallen, Pestiziden und anderen Giftstoffen verseucht. Viele Bewohner Vapis trinken verseuchtes Quellwasser, da die nächste saubere Wasserstelle oft über eine Meile entfernt ist. Die Folgen sind zahlreiche Krebs- und Lungenerkrankungen.

Sukinda, Indien
In Sukinda befinden sich 97 Prozent der gesamten Chromit-Vorkommen. Das Erz wird in insgesamt zwölf Minen abgebaut, darunter der weltgrößte Chromit-Tagebau. Umweltauflagen sind so gut wie nicht vorhanden und so wurden bisher 30 Millionen Tonnen kontaminiertes Abfallgestein in der Gegend und am Ufer des Brahmani-Flusses abgelagert. Der Brahmani-Fluss ist die einzige Frischwasserquelle für die lokale Bevölkerung. Die Minenarbeiter leiden wegen der hohen Chrombelastung häufig unter Magenblutungen, Tuberkulose und Asthma. Unfruchtbarkeit, Geburtsfehler und Totgeburten treten im Gebiet um Sukinda ebenfalls häufig auf.

Sumgayit, Aserbeidschan
Die Stadt Sumgayit war schon zu Sowjetzeiten ein Zentrum der chemischen Industrie. Zwischen 70.000 und 120.000 Tonnen schädliche Emissionen bliesen die Fabriken jährlich in die Luft. Unbehandelte Abwässer und Quecksilber verseuchter Schlamm werden nach wie vor einfach in der Umgebung entsorgt. Viele Kinder in Sumgayit kommen zu früh oder mit Geburtsfehlern auf die Welt.

Tianying, China

In Tianying zählt zu den größten Bleiproduktionsstätten in China. Unterentwickelte Technologie und illegale Produktion sind die größten Probleme. Die Bleikonzentration im Boden überschreitet die Grenzwerte der nationalen Gesundheitsstandars um das Zehnfache. Die Bevölkerung von Tianying leidet massiv unter der Bleivergiftung.

Freitag, 2. Mai 2008

Folgendes Photo hatte eine Freundin von mir online gestellt:

Wie man an den Klamotten feststellen kann, wurde dieses Photo bei uns an der Uni aufgenommen wurde. Die J-School hier empfiehlt die Anschaffung von Macs da sie besser für die Arbeit eines Journalismusstudierenden ist. Und wie man unschwer erkennen kann, nehmen sich das auch genug Studierende zu Herzen ;)

Bei uns im Haus haben aber außer mir übrigens auch noch Carly und Sarah keine Macs. Mal sehen, ob da irgendwann die Umstellung kommt ;) Das Interssante ist aber auch, dass sowohl Sarah, als auch Carly, als auch ich einen Creative MP3-Player haben. Alle anderen haben Ipods... Zugegebenermaßen hat Sarah auch einen Ipod, aber die "Macisierung" ist schon interessant zu beobachten.

Auch wenn ich zurzeit wieder mal im Hausarbeitenstress stecke, so möchte ich euch doch trotzdem noch mit interessantem Material auf dem World Wide Web versorgen. Ich fand dieses Video über die Zukunft des Internet ganz interessant:

Jeff Jarvis über Chancen und Gefahren der Online-Welt

PS: Wenn ihr jemanden kennt, der 2002 beim THW war und beim Hochwasser geholfen hat, dann meldet euch mal bitte bei mir. Brauche noch dringend ein paar „Insiderinfos.“