Keine Tornados, nur jede Menge Regen, Wind und Gewitter. Und wenn ihr unseren Keller kennen würdet, dann würdet ihr auch sehr gut verstehen, dass ich da nicht gerne für ein paar Stunden gehockt hätte! Mal ganz abgesehen davon, dass so ein Tornado wohl auch nicht unbedingt das angenehmste Erlebnis gewesen wäre ;) Ich muss allerdings dazu sagen, dass Torsten in guter Gesellschaft ist mit seiner suiziden Ader, da ich so einen Twister auch gerne mal live gesehen hätte… dann aber bitte in weiter Ferne!
Montag, 31. März 2008
Entwarnung
Da wird einem schon etwas mulmig...
Als ich eben nach Hause kam, da meinte Scott zu mir, das sich doch bitte das Wetter im Auge behalten sollte, da es zurzeit in Missouri Tornadowarnungen gibt. Das hatten wir schon mal dieses Wochenende, aber bis jetzt sind hier gsd noch nicht die Sirenen angemacht worden. Macht euch aber keine Gedanken, noch sind die gefährdeten Zonen ein ganzes Stück weit weg von Columbia. Außerdem haben wir Essen und Getränke unten im Keller, so dass wir da ne ganze Weile überstehen würden. Man macht sich aber dann doch schon mal Gedanken, was man schnell schnappen würde um es mit in den Keller zu nehmen. Meine erster Gegenstand: Mein Laptop. Dann kommen so Sachen wie Pass, Portemonnaie, Handy, Digicam und mein MP3-Player, da dieser auch ein Radio eingebaut hat. Was würdet ihr auf alle Fälle mitnehmen, wenn ihr schnell in den Keller rennen müsstet?
Samstag, 29. März 2008
Für alle, die es heute morgen verpasst haben...
An dieser Stelle möchte ich mich bei Torsten bedanken, der mir meine MP3-Datei in ein Video umgewandelt hat. Denn komischerweise mag mein Blog keine normalen Audiodateien...
Und nein, ich komme noch nicht im Mai zurück... ;)
Freitag, 28. März 2008
Nur der frühe Vogel hört die Miri
Samstag heißt es für alle früh aufzustehen und das Radio auf 1-Live zu schalten, denn da werde ich irgendwann von 4:30-6 Uhr morgens aufgenommen und dann irgendwann im Anschluss zu hören sein. Habe vorhin eine E-Mail von Sebastian Filipowski bekommen, der mich gerne zur Rubrik "Zeitverschiebung" interviewen würde. Wer so früh nicht aufstehen möchte hat noch eine Alternative: Einfach nicht ins Bett gehen ;)
Donnerstag, 27. März 2008
Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder!
Wenn man seine Frühlingsferien schon mit Arbeit verbringt, dann möchte man ja wenigstens keine Komplikationen haben. Aber was wäre das Leben doch ohne sie? „Langweilig“ mag da jetzt vielleicht jemand sagen? Ich würde da im Moment eher „erheblich angenehmer“ sagen! Denn meine anfängliche Panik was Teile meiner Projekte betraf, hat sich jetzt bei einem Projekt zumindest gelegt, da ich dieses endlich richtig in Angriff nehmen konnte. Wenn man so viele Dinge gleichzeitig macht und dabei auch noch auf andere Menschen angewiesen ist, dann verursacht fehlende Kooperation auf der Seite der anderen nicht mindere Frustration auf der eigenen Seite.
So geschehen mit meinem Graduierten Projekt für meinen CAR Kurs. Eine Story zu finden, für die CAR benutzt wurde, gestaltet sich ja nicht als gerade schwer. Wer dann aber auch noch die Aufgabe hat, den Datenanalysten oder den Reporter oder beide zu interviewen, der hat mitunter ein Problem. Meine ersten Anfragen stießen auf wenig Gegenliebe und da wir jeden Möglichen Artikel mit unserem Prof absprechen sollten, bekam der regelmäßige E-Mails von mir, dass mir immer noch keiner geantwortet hätte und ich mir mal wieder einen neuen Artikel rausgesucht habe. Er dann immer sein OK gegeben und ich wieder jemand neues angeschrieben. Und soll ich euch was sagen: Manchmal wird man doch noch positiv überrascht.
Von einem der Reporter, von denen ich es mit am wenigsten gedacht hätte, bekam ich doch jetzt tatsächlich eine mehr als hilfreiche Antwort, die neben Antworten auf meine Fragen auch noch komplette Links zu den gesamten Unterlagen angefügt waren, die er für seine Arbeit verwendet hat. Darunter auch die kompletten Excel-Tabellen und Auswertungen, an denen er und sein Team drei bis vier Monate lang gearbeitet hatten. Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder! Großer Dank an dieser Stelle an dich Bill :) Denn mal ganz ehrlich, ich kann es schon verstehen, wenn Pulitzer-Preisträger etwas Besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen als Studierenden bei ihren Projekten zu helfen ;)
Wer Lust hat, sollte sich mal die Artikel anschauen, die mich zu meinem Projekt inspiriert haben. Die Artikel drehen sich um eine Analyse der Brückeninspektionen in den USA, die nach dem Brückenzusammensturz in Minneapolis im August letzten Jahres erstellt wurde. Sind ein paar schockierende Ergebnisse rausgekommen bei der Analyse.
Gedanken um ein Uhr morgens
Meine Freunde liegen in Mexico am Strand, meine Eltern sind auch gerade in ihren drei-Wochen-Urlaub gestartet und ich arbeite in meinen Frühlingsferien um ein Uhr morgens noch an meinem Unikram. Irgendetwas stimmt hier aber entschieden nicht!!!
Na ja, wenigstens war ich heute zumindest für ein paar Stunden bei Rose, wo wir zusammen mit ein paar anderen „No Country for Old Men“ geschaut haben. Gute Aufnahmen, das es teilweise in El Paso gespielt hat war auch ein Plus, aber insgesamt wohl nicht unbedingt meine Art von Film. Insgesamt zu blutig und das Ende war für meinen Geschmack auch zu offen. Bei anderen Filmen würde so ein Ende immer nach einer Fortsetzung schreien….
Aber oh well, ich mach mich jetzt mal ins Bett! Heute ist ja auch noch ein Tag zum arbeiten! Mpf!
Montag, 24. März 2008
Et Kevin-Syndrom
Da wacht man morgens auf und denkt „heute fahre ich mit meinen Eltern in Urlaub“, doch wenn man dann aufgestanden ist und durch das Haus geht, entdeckt man, dass alle schon ohne einen abgefahren sind. Bin ich jetzt im falschen Film?!?
In diesem Falle ja! ;) Aber ich komme mir gerade wirklich etwas vor wie der liebe Kevin, denn außer mir ist keiner hier. Ich habe das komplette Haus für mich alleine!!! Nach siebeneinhalb Monaten ist das echt mal ein merkwürdiges Gefühl. Dazu kommt noch, dass auch der ganze Campus einer Geisterstadt gleicht. Keine Menschen weit und breit, die entweder trotz Wintertemperaturen bei den ersten Sonnenstrahlen die kurzen Hosen und Flip Flops auspacken, noch die Menschen, die mit Leidenschaft Pyjama- oder Schlafanzughosen rumlaufen, die sie dann auch noch in ihre UGGs (die sehen auch so aus wie sie heißen: ugly = hässlich) stecken, sind irgendwo zu sehen. Ganz zu schweigen von denjenigen, die auch im Winter bei Dunkelheit, oder auch mit Vorliebe in Gebäuden, mit Sonnenbrillen rumlaufen.
Werde gleich auch mal den Test machen und das Rec Center aufsuchen um zu sehen, wie leer das sein wird. Wäre eigentlich mal echt von Vorteil, wenn man in der Sauna mal seine Ruhe hätte vor den ganzen sabbelden Typen. Ja genau! Ich möchte an dieser Stelle nämlich mal klarstellen, dass Frauen zwar in den meisten Fällen zu Recht als sehr gesprächig charakterisiert werden, aber auch das männliche Geschlecht das Sabbeln manchmal nicht seinlassen kann. Erstaunlicherweise sind es hier nämlich immer die Männer, die mit ihrem Gebrabbel in der Sauna Menschen wie mich vom Abschalten abhalten.
Kann mir jemand einen plausiblen Grund dafür geben? Liegt das vielleicht an der Tatsache, dass Mann die Stille in kleineren Räumen als unangenehm empfindet? Trifft das auch auf Fahrstuhlfahrten zu?
Samstag, 22. März 2008
Frühlingsferien und Feiertage
Sie sind endlich da: die Frühlingsferien! Und pünktlich zum letzten Unterrichtstag kam auch die Sonne wieder raus und hat mir meinen ersten Sonnenbrand dieses Jahr in Columbia eingebracht. Sehe jetzt aus wie ein Streifenhörnchen auf meinen Armen, da ich trotz Ferien so viele Sachen zu lesen und zu schreiben habe, dass ich mir meine Arbeit mit nach draußen genommen habe. Da macht das Ganze doch schon wesentlich mehr Spaß ;)
Ich bin mal gespannt, wie diese Woche so sein wird. Das Haus wird die nächste Woche ziemlich leer sein. Ich habe gerade erst erfahren, dass Carly doch noch bis Montag hier sein wird, also bin ich gegen meinen Erwartungen nur Dienstag alleine, da Yang am Mittwoch wiederkommt. Andy und Scott hatten mich gefragt ob ich nicht Lust hätte mit ihnen nach Cancuun, Mexico zu fahren. Da mir dazu allerdings das nötige Kleingeld, aber auch der Wunsch nach einer Woche Spring Break in Cancuun fehlte, mal ganz abgesehen von dem Fünften-Rad-Gefühl das ich wohl entwickelt hätte (auch wenn sie mich gefragt hatten), und mir auch sonst kein gutes Angebot gemacht wurde, und auch ne Menge Projekte und Hausarbeiten anstanden, habe ich entschlossen die Woche zu nutzen und hier in Columbia zu bleiben. Gestern ist schon der komplette 1. Stock ausgeflogen, was Andy, Carly und mich hier ließ. Andy und Scott sind dann ab heute Mittag auch noch weg.
Da für die Frühlingsferien die ganzen Wohnheime schließen und auch die ganzen Graduate Studierende die ich kenne nach Hause gefahren sind, werde ich wohl eine sehr ruhige Woche haben.
Da ich vor habe viel diese Woche geschafft zu bekommen, kann das auf eine Weise auch ganz gut sein. Andererseits hätte man natürlich auch gerne ein paar Leute um sich, die einen von zu viel Schreib- und Lesearbeiten ablenken können ;) Mein Hauptprojekt wird die Nimm-sie-mit-nach-Hause-Klausur für Public Affairs sein. Das wird auf jeden Fall mal interessant, da ich so etwas noch nie zwei Wochen für eine Klausur Zeit hatte. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob ich die nicht lieber im Unterricht geschrieben hätte, da wir nun zwischen 15 und 20 Seiten schreiben sollen, und ich sie jetzt hinter mir gehabt hätte, aber das ist ja jetzt auch keine Option mehr ;)
Ansonsten muss ich noch einen Journalisten finden der bereit sein wird, mir ein Interview zu geben zu seiner Vorgehensweise einen Computer-Assisted-Reporting Artikel zu schreiben. Einen habe ich schon kontaktiert und war sichtlich nicht begeistert, so dass ich mir jetzt wohl eine ande Quelle suchen werde. Der Artikel, der mich auf ihn aufmerksam gemacht hat, war über Lebertransplantantionen. Die Reporter haben rausgefunden, dass hunderte von Patienten unnötige Transplantationen erhalten haben und ich habe mich doch gefragt, wie man auf die Idee kommt sich Transplantationsdatenbanken anzuschauen und dann auch noch solche Enthüllungen zu machen. Mal sehen, ob das Interview mit den Reportern doch noch klappen wird, aber ich suche mir wohl noch einen Plan B.
Des Weiteren muss ich noch einen Newsletterartikel für das Zentrum für Gesundheitspolitik an unserer Uni schreiben. Mein Artikel wird über einen Professor der Familien- und Gemeindemedizin (Family and Community Medicine) sein. Gut, dass ich darüber ein fundiertes Wissen verfüge... :o/ Mal sehen, wie also mein Interview mit ihm sein wird.
Vielen Dank übrigens für die vielen Nachfragen wie es jetzt mit meinem Praktikum aussieht. Leider weiß ich noch nicht wirklich etwas. Ich soll nach den Ferien noch mal anrufen, da die dann wohl eine Vorstellung haben werden, wie ihr Budget für den Sommer aussehen wird, also werden sie dann wissen, ob sie sich mich leisten können ;)
Zum Schluss noch einen ganz interessanten Aspekt, der mir bei meinem High School Jahr noch nicht so aufgefallen war, da ich dort ja noch mit einer Familie gewohnt hatte: Ostern wird hier anscheinend nur in den Supermärkten groß geschrieben, was Ostersüßigkeiten angeht. Also ist die Vorosterzeit quasi so ziemlich an mir vorbeigegangen, denn, das mag jetzt für eure deutschen Ohren sehr merkwürdig klingen, sind die Ostertage hier keine Feiertage!!! Hier haben die Menschen also weder den Karfreitag noch den Ostermontag frei. Mal davon abgesehen, dass die meisten Supermärkte hier eh sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag geöffnet sind, wird auch die Post am Montag zu unserem Briefkasten gebracht und auch alles andere wie ein ganz normaler Tag sein. Die Amerikaner haben zehn generelle nationale Feiertage pro Jahr. Das heißt allerdings nicht, dass an diesen Tagen alle Arbeit zum Stillstand kommt, wie es ja bei uns zumeist der Fall ist. Nur an Thanksgiving und Weihnachten sind die meisten Geschäfte geschlossen. Des Weiteren gibt es noch den Inauguration Day (Tag des Amtsantritts des neuen/alten Präsidenten), der alle vier Jahre stattfindet und die einzelnen Staaten können auch noch gewisse Feiertage hinzufügen, die dann, wie bei uns auch, nur in den jeweiligen Staaten gelten. Im Vergleich dazu, haben wir es in Deutschland doch noch so um einiges besser. Einige Bundesländer dann sogar noch mal besser als andere...
Was ich auch ganz interessant finde, ist die Tatsache, dass gewisse Feiertage hier an einem Montag wahrgenommen werden, wenn sie auf einen Sonntag fallen. Wir erinnern uns mal an das Jahr 2005 als Tage wir der 1. Mai oder der 1. Weihnachtsfeiertag auf einen Sonntag vielen; da hätten wir uns wohl auch so eine Regelung gewünscht.
Auch interessant finde ich auch die Tatsache, dass Martin Luther King Jr.s Geburtstag immer am dritten Montag im Januar gefeiert wird. Zu eurer Information: Eigentlich hatte der Mann immer am 15. Januar Geburtstag. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Geburtstag von Washington, der jeden dritten Montag im Februar gefeiert wird.
In dem Sinne: Denkt mal an eure Miri wenn ihr Ostereier sucht oder Schokoeier mampft :)
Ich wünsche euch allen ein frohes Osterfest und ein paar schöne Feiertage!
Und denkt immer daran: Wenn ihr Eier verstecken solltet: Zählt sie vorher oder schreibt euch die Verstecke auf! Ich erinnere mich da so an einen gewissen Osterbrunch an dem wir nachher nicht mehr auf die ursprüngliche Zahl kamen... ;)
Mittwoch, 19. März 2008
Dienstag, 18. März 2008
Unnützer Fakt des Tages
Kommt ihr euch nicht auf doof vor, wenn ihr plötzlich erfahrt, dass ihr die ganze Zeit etwas Falsches als wahr angenommen hattet?!?
So ist es mir jedenfalls heute passiert mit Robert Underdunk Terwilliger, den wohl die Meisten unter euch wohl eher als Tingeltangel Bob kennen. Ich hatte des Weiteren auch immer angenommen, dass er ebenfalls Psycho Bob genannt würde. Heute musste ich allerdings feststellen, dass das falsch ist und er Sideshow Bob heißt. Man lernt ja nie aus im Leben ;)
Mir fällt zwar jetzt kein anderes Beispiel ein, aber ich hatte schon einmal solche Erkenntnisse. Geht es da jemand anders genauso?
Forrest Gump
Montag, 17. März 2008
Vier Mädels, ein Staat, eine Mission: MISSOURI ROAD TRIP!
Ein Jahr Columbia und sonst nichts von Missouri gesehen? Nicht mit mir! Deswegen haben wir uns heute noch mal weiter weg von Columbia getraut und haben uns aufgemacht zum Elephant Rocks State Park in der Nähe von dem Örtchen mit dem schönen Namen Pilot Knob (Pilotenknauf… Wehe dem, der hier was Unanständiges denkt… ;))
Yang und ich haben zunächst Silvia und Sarah abgeholt und dann ging der Road Trip nach einer kurzen Proviantbesorgung bei Walmart auch schon los. Unterwegs hat uns das erste Highlight in Washington erwartet: ein ALDI!!! Was machen da drei deutsche Mädels?!? Anhalten, Fotos machen und den Laden stürmen, natürlich im Schlepptau mit Yang. Auf Anhieb war das Aldi Konzept zu erkennen, doch außer deutscher Schoki und Wein haben wir nicht wirklich viel aus der Heimat entdecken können. Macht aber nichts, denn damit kann frau ja auch ganz gut überleben!
Die erste Überraschung kam dann auch recht schnell, denn nach einer längeren Autofahrt möchte man ja vor einer Wanderung erst mal ein gewisses Örtchen besuchen. Tja, da scheinen die Uhren in Missouri etwas anders zu ticken:
Der Park war echt schön und natürlich sind auch wieder jede Menge Photos entstanden.
Der weitere Plan war bestand daraus in den Taum Sauk Park zum höchsten Punkt in Missouri zu fahren und dann zum höchsten „Wet-weather“ Wasserfall in Missouri zu wandern. Nachdem uns das Navi bzw. die Wegbeschreibung die wir zur Sicherheit hatten zwei mal in die falsche Richtung geschickt hatte und wir dann doch noch in die richtige Richtung unterwegs waren, mussten wir feststellen, dass die Straße gesperrt war. Später wurden wir dann aufgeklärt, dass ein Wasserreservoir letztes Jahr übergelaufen ist und die riesigen Wassermassen alle Straßen und Wege unpassierbar gemacht haben :(
Na ja, dafür hatten wir auf dem Hinweg ein super süßes kleines Örtchen gesehen, dass wir dann anstatt des Parks besucht haben.
Caledonia hat ganze 152 Einwohner und wie ihr auf den Bilder sehen könnt eine Mini-Kirche, eine ehemalige Mini-Tankstelle, eine ehemalige Postkutschenstation wo Abraham Lincoln wohl mal genächtigt hat, Bismarcks erstes Gefängnis und ein „Diner“, dass uns anstelle von einer Erfrischung mit einer Art Innenflohmarkt überrascht hat. Dafür waren sowohl die Besitzerin als auch eine Kundin sehr gesprächig und haben uns so einiges über das Örtchen und die Gegend erzählt.
Manchmal ärgere ich mich ja über mich selber, dass ich so ehrlich bin :( Warum? Na nachdem wir zu dem „Schuppen“ ankamen, der Bismarcks erstes Gefängnis darstellen sollte, lagen drinnen auf dem Boden vier alte Nummernschilder, die quasi meinen Namen auf sich hatten… :( Leider war auch das dazugehörige Antiquitätenhaus geschlossen, denn sonst hätte ich ja mal mein Verhandlungsgeschick ausprobieren können… Tja, muss ich wohl noch mal dahin fahren irgendwann ;)
Insgesamt war es auf alle Fälle ein schöner Tag, auch wenn mir Yangs Fahrstil doch so einige Herzaussetzer gekostet hat. So habe ich allerdings so einiges von der Gegend sehen können, da ich keine Ruhe zum Dösen gehabt hatte.
Was mich auf dieser Fahrt sehr verwundert hat ist die Tatsache, dass wir, nachdem wir für das letzte Stück auf Missouris Landstraßen unterwegs waren, an super vielen Trailern vorbei kamen. Das heißt viele leben dort nicht in Häusern, sondern einer Mischung aus dem längeren Haus, einem Baucontainer und einem Wohnmobil (so kommen mir die Dinger jedenfalls immer vor). Zudem standen vor den meisten auch immer eine ganze Schar von Autos, wobei viele auch ausgeschlachtet waren. An einer Stelle waren die Karosserien von bestimmt 30 Oldtimern zu sehen.
Das war im Großen und Ganzen unser Tripp. Mal sehen, wohin es das nächste Mal wieder geht.
Freitag, 14. März 2008
Kategorie: Unnützer Fakt des Tages
Der unnütze Fakt des Tages den ich euch heute präsentieren möchte, wurde soeben inspiriert von einer Werbung für den Red Bull Flugtag USA 2008.
Ihr werdet euch jetzt fragen „Ja, und? Den gibt es ja auch bei uns in Deutschland.“
Da habt ihr auch Recht, ABER hier heißt er tatsächlich „Flugtag“, was mich doch etwas sehr verwundert hat. Ich also an meinen treuen Laptop, danach gegoogelt, und festgestellt, dass der Flugtag seinen Ursprung in Österreich hat und die Amis das Wort dann einfach übernommen haben. Ganz putzig finde ich ja die Definition zu Flugtag:
Die weitere Geschichte zum Flugtag, angefangen mit Leonardo DaVinci, findet ihr hier, inklusive einem kleinen Video, dass mit deutscher Akkordeonmusik hinterlegt ist…
[update: March 15, 2008]
Donnerstag, 13. März 2008
Current.com
Ich weiß ja, es gibt einige Menschen unter euch, die nicht wirklich eine Affinität für das Internet haben. Dennoch möchte ich euch heute zur Abwechslung einen Link zu einer Seite geben, die meines Erachtens ziemlich informativ und auch zukunftsweisend ist.
Current.com bezeichnet sich selbst als social news site, es ist also eine Webseite auf der jeder der möchte seine eigene Meinung, aber auch für ihn oder sie interessante Projekte online stellen kann. So gibt es eigentlich zu allen aktuellen Themen Beiträge und auch Meinungen von Mitgliedern zu sehen. Für alle, deren englisches Hörverstehen gut ist, sollte sich mal das Einführungsvideo anschauen. Die können nämlich viel besser erklären als ich, worum es bei der Seite hauptsächlich geht.
Einer der Köpfe hinter diesem Projekt ist Al Gore, der auch selber Videos mit seiner Meinung zu bestimmten Themen veröffentlicht.
Weitere Politiker, die ich sonst noch so gefunden habe, sind z.B. Barack Obama und Ex-Präsidentschaftskandidaten Mike Huckabee und John Edwards.
Besonders interessant finde ich „Viewpoints“, wo sich Menschen zu einem bestimmten Thema äußern und andere dann abstimmen können, ob sie der Meinung zustimmen oder dagegen sind. Man sieht zu jedem Thema dann auch immer die Beiträge, die am meisten oder am wenigsten unterstützt werden, und welche am meisten diskutiert werden.
Schaut euch mal um wenn ich euer Interesse wecken konnte. Bei verschiedenen Model UN Treffen haben wir uns schon Videos zu Themen angeschaut, die wir dann diskutiert haben. Dürfte auf alle Fälle etwas dabei sein für alle.
PS: Es hat mich vor kurzem jemand doch noch positiv überrascht und bewiesen, dass jeder neue Applikationen im Internet lernen kann, wenn man das denn dann nur möchte :) In dem Zusammenhang möchte ich übrigens erwähnen, dass ich bereits seit Jahren ab und zu mit meinem über achtzigjährigen amerikanischen Großvater online chatte! Eine Altersausrede lasse ich also nicht gelten ;)
Schicksal?!?
Da ich zurzeit immer noch das überaus spannende Leben einer Grippekranken lebe, gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen… Oder vielleicht doch?!? ;)
Ich habe mich gestern nach ein paar sehr erfolglosen Bewerbungsversuchen bei der Stadt von El Paso per E-Mail doch mal durchgerungen trotz Grippe-Stimme anzurufen. Natürlich war die zuständige Person in Urlaub! Ich also die Vertretung angerufen. Die war allerdings nicht da und eine Nachricht wollte ich zunächst nicht hinterlassen, da man meine Anfrage nicht ganz so schnell mal eben auf ne Emma sprechen kann. Ich aber dann doch noch mal dort angerufen, und da war die Frau dann doch da. Supi, ich ihr also meine Anfrage geschildert und da meinte sie, dass sie nur wüsste, dass das Department für Museen und Kulturangelegenheiten einen Praktikanten hatte letztes Jahr. Hey, genau da, wo ich meins eh machen wollte. Sie mir also die Nummer davon gegeben und ich auch direkt angerufen.
Kaum hatte ich der Frau dort mein Anliegen geschildert, meinte die doch tatsächlich, dass sie noch an dem Morgen mit einer Kollegin besprochen hätte, dass sie doch jemanden brauchen würden, der liegen gebliebene Arbeit aufarbeiten würde, da wohl ein Kollege gehen würde. Sie hat mich dann verschiedene Dinge gefragt und mich dann gebeten, ihr meinen Lebenslauf zu schicken und was ich mir so vorstellen würde. Sie meinte dann auch, dass es grundsätzlich die Politik der Stadt wäre, dass Praktikanten BEZAHLT würden und fügte dann noch mit einem kleinen Schmunzeln hinzu „Als ob man Praktikanten Geld aufzwingen müsse“. Bevor wir aufgelegt haben meinte sie noch, was es doch wirklich ein Zufall wäre, dass sie noch an demselben Morgen davon gesprochen hatten, dass sie nach jemandem suchen sollten. Ist das nicht Schicksal?!?
Ich habe auf alle Fälle sofort meine Unterlagen zusammen gestellt und ihr das dann unmittelbar geschickt. Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken. Mal ganz was Neues für mich im Moment! ;)
Für diejenigen, die sich jetzt vielleicht wundern sollten, warum ich mich gerade bei dem Department für Museen und Kulturangelegenheiten bewerbe. Ich hatte online eine Stellenausschreibung gesehen für eine Stelle die hieß: Marketing and Cultural Tourism Coordinator. In der Beschreibung stand dann, dass die Kernaufgaben im Bereich Kommunikation, Marketing und Kulturtourismus sein würden, und genau das interessiert mich im Moment sehr. Da ich zurzeit ja auch einen PR Kurs mache, würde das meinen Kurs sehr gut komplementieren, und auch mein BWL Studium in Bonn, da ich da auch an Marketingkampagnen für die Stadt mitarbeiten könnte. Ist also quasi ein richtig guter Mix :)
So, jetzt mache ich mich erst mal wieder auf in die Uni. Wollte euch nur mal das schnelle Update schreiben, da ich doch ziemlich aufgeregt war nach dem Telefonat und kleine Jubelschreie von mir gelassen habe. Andy meinte dann nur noch als ich nach meinem kleinen Jubelanfall runter in die Küche kam: Was ist los?!? Wir haben Mäuse! Ich wusste wir haben Mäuse! Hören sich meine Jubelschreie wirklich an wie Entsetzensschreie?!? Und würde ich wirklich wegen Mäusen schreien?!? ;) Auf alle Fälle hat sie sich auch tierisch gefreut, auch wenn ich meinte, dass ja noch überhaupt nichts sicher wäre.
Drückt mir also bitte mal die Däumchen. Ich weiß nicht, wie viel Chance ich eigentlich habe, deswegen möchte ich mir jetzt nicht gerade falsche Hoffnungen machen, aber wenn das klappen würde, dann wäre ich auf alle Fälle ziemlich happy!!!
Sonntag, 9. März 2008
Sommerzeit, Reiseverhalten und Doof!
Heute gibt es mal wieder verschiedene Themen:
All diejenigen, die mich zwischen jetzt und dem 30.03.2008 anrufen wollen, sollten wissen, dass es in dem Zeitraum „nur“ noch sechs Stunden Zeitverschiebung zwischen Missouri und Deutschland sein werden. Wie sich manche vielleicht noch erinnern werden, war das bei der Zeitumstellung zur Winterzeit auch so, dass die Amerikaner die Uhren an einem anderen Tag umstellten. Auf die Frage nach dem Warum habe ich keine Ahnung. Wer da mehr weiß als ich: schreibt bitte einen Kommentar.
Des Weiteren möchte ich euch im Namen eines Freundes um ein paar Minuten eurer Zeit bitten. Da wir ja bestimmt alle wollen, dass aus Dennis mal ein Teil der arbeitenden Bevölkerung wird, muss er erst mal seine Diplomarbeit hinter sich bringen. Dafür braucht er allerdings nette Menschen, die einen Fragebogen zum Thema Reiseverhalten ausfüllen. Wer also gerade ein paar Minuten Zeit hat, der klickt doch bitte mal auf den diesen Link.
Ansonsten gestaltet sich mein Wochenende gerade nicht so spannend, da mich, trotz meines Umzugs nach Missouri und gewissenhafter Spurenverwischung doch noch die gemeine Grippe gefunden hat. Oder war einer von euch der Übeltäter und hat meine neue Adresse verraten?
Na ja, um es mit Steffanie Rölz und Tobias Hiltl zu sagen: Gerade ist alles doof! Kopf/Hals doof! Im-Bett-liegen doof! Aufstehen doof! Schlafen doof! Nicht Schlafen doof! Essen doof! Tee trinken doof!
Donnerstag, 6. März 2008
"Organisation" ist alles
Auch auf die Gefahr hin, dass ich euch zwei mal hintereinander langweile, hat mein heutiges Thema auch wieder zu tun mit meinem Unileben hier. Thema heute ist mein Public Affairs Kurs (Organizational Change in a Community and Global Context).
Bevor ich hierhin an die Uni kam, musste ich bereits eine Liste von Kursen erstellen, die ich gerne belegen würde. Erwähnt hatte ich zwar Public Affairs als mögliches Department, aber nachdem ich hier war, sah es eigentlich gar nicht mehr danach aus, dass ich überhaupt einen Kurs darin belegen würde. Man muss ja jetzt auch mal bedenken, dass ich hier insgesamt ja eh nur 6 Kurse insgesamt belegen werde.
Nachdem die ganze BWL Geschichte ja nicht geklappt hatte, bin ich froh, dass ich mich für diesen Kurs hier entschieden habe. Er ist in vielen Dingen sehr verschieden von den anderen Kursen, die ich bislang hier belegt habe.
Gleich am ersten Tag war mir bereits aufgefallen, dass die meisten anderen Mitglieder in meinem Kurs deutlich älter sind als ich, und die meisten wohl auch schon verheiratet. Manche haben auch bereits einen anderen Masterabschluss. Was für mich allerdings besonders interessant ist, ist dass in diesem Kurs Amerikaner deutlich in der Minderheit sind. Ok, ich bin glaube ich die einzige Europäerin, aber in diesem Kurs sind Menschen von allen Ecken der Welt vertreten, was gerade für unser Kursthema spannend werden könnte.
Außerdem scheint hier eine ganz andere „Denkweise“ zu herrschen um Dinge anzugehen und so bin ich schon bald froh, dass das mit BWL nicht mehr geklappt hatte. Ok, wenn ich dann nächstes Semester doppelt so viele Studen im Juridicum verbringen muss, werde ich das womöglich anders sehen, aber im Moment bin ich noch happy.
Für diesen Kurs mussten wir schon ein paar interessante Bücher lesen. Ich gehe zwar mal nicht davon aus, dass ihr es tatsächlich tun werdet, aber ich würde euch vorschlagen, doch mal einen Blick in Stephen Flynns „The Edge of Disaster“ zu schauen, oder Kettls „System Under Stress.“ Letzteres beschäftigt sich hauptsächlich mit dem 11. September und was die Fehler im System waren, sowohl davor, als auch nach dem Anschlag.
In zwei Wochen werde ich hier auch meine Art „Zwischenklausur“ schreiben, und auch hier ist der Kurs etwas anders von meinen anderen Kursen. Nicht nur habe ich bei den anderen Kursen gar keine Klausuren mehr (außer ein paar Tests in PR Writing), sondern werden wir diese Klausur auch mit nach Hause nehmen können. Da unsere Frühlingsferien dazwischen sein werden, werde ich zwei Wochen haben, um meine Antworten für diese Klausur zu erstellen. Manche werden jetzt denken: „Das ist ja dann total einfach.“ Hatte ich mir auch zuerst gedacht, nur sollen die tatsächlich wesentlich schwieriger sein als normale Klausuren, gerade weil man mehr Zeit zum nachdenken hat.
Na ja, werde ich ja dann sehen, was mich da so erwarten wird.
Mittwoch, 5. März 2008
Mal ein etwas anderer Sonnenschein
Heute bekommt ihr hier mal wieder etwas zu meinem akademischen Leben zu lesen. Wer sich jetzt denkt: „Supi, dann muss ich ja jetzt nicht mehr weiter lesen, “ sollte sich das noch mal überlegen, könnte auch interessant werden ;)
Wie manche bereits wissen, belege ich dieses Semester den Kurs Computer Assisted Reporting (CAR), und unter anderem ist eine meiner Aufgaben, an einen Datensatz heran zu kommen. Erst mal für die Leute, die mit Datenbanken und Datensätzen im Allgemeinen nicht viel anfangen können:
Datenbanken existieren quasi überall und man kann auch auf unzählige Datenbanken direkt im Internet zugreifen und Datensätze runterladen. Es handelt sich dabei meistens um Art Tabellen mit vielen Zahlen, die man dann analysieren kann, wenn einen das denn interessiert ;). Besonders interessant können solche Datenbanken auch unter anderem für Journalisten sein, die damit dann hoffentlich interessante Artikel schreiben.
Für mein Projekt darf ich natürlich keinen Datensatz wählen, den ich einfach aus dem Internet bekommen würde. Wir sollten uns eine mögliche Story überlegen, für die wir dann einen bestimmten Datensatz brauchen würde.
Ich habe mir gedacht, da wir hier diesen phantastischen Fitnesskomplex haben, könnte ich damit ja etwas machen. Ich wollte also einen Datensatz anfordern in dem ich von jedem Studierenden die jeweiligen Besuche im Komplex einsehen können würde. Meine Idee war es die Besuchereigenschaften zu analysieren um zu sehen, wann welche Art von Studierenden den Komplex nutzen.
Hier in Missouri gibt es das so genannte Missouri Sunshine Law das besagt, dass bestimmte Daten, die die Allgemeinheit angehen, öffentlich zur Verfügung gestellt werden müssen. Es variiert dann von Stelle zu Stelle wie kooperativ diejenigen sind, die die Daten haben, aber rein theoretisch müssen die Daten zur Verfügung gestellt werden. Wir haben von unserem Prof einen Zettel bekommen, auf dem die 38 typischsten Ausreden stehen, warum man bestimmte Daten nicht bekommen würde. Dabei standen dann auch 38 Antworten, die man darauf geben solle. Problematisch wird es, wenn man etwas beharrlich ist, nur dann, wenn die Daten so nicht existieren wie man sie haben möchte, und man deshalb quasi jmd damit beauftragen müsste, diesen Datensatz extra für einen zu erstellen.
Ich mich also an den so genannten Custodian of Records der University of Missouri gewendet mit meiner Anfrage zu den gewünschten Daten. Nach einigen E-Mails hin und her kam dann die ernüchternde Nachricht: Das würde circa 3-4 Leute bedürfen, die 2-3 Wochen daran arbeiten würden, was mindestens 10 USD die Stunde kosten würde. Bin ich nicht wirklich bereit auszugeben, auch wenn ich immer noch meinen schönen Scheck habe, den die Uni bislang noch nicht zurück haben wollte. Gut ist für uns allerdings, dass unsere Aufgabe im Großen und Ganzen darin besteht, dass wir hauptsächlich versuchen sollen an die Daten heranzukommen, und dies zu einem möglichst niedrigen Preis. Wenn wir die Daten kostenlos bekommen würden, wäre das gut, sonst sollten wir die auch gar nicht ordern.
So weit so gut, dachte ich... Ich hatte in meiner ersten E-Mail nämlich zunächst die Wörter Sunshine Request noch gar nicht verwendet, weshalb ich explizit gefragt wurde, ob ich den Antrag darunter stellen wolle. Da mein Prof das so haben wollte und er später alle Schriftstücke haben möchte, habe ich die „magischen“ Worte verwendet und damit eine Lawine ausgelöst, die ich ja so gar nicht beabsichtigt hatte.
Denn anscheinend sind die verpflichtet innerhalb einer bestimmten Zeit einem Sunshine Request nachzugehen, weshalb meine E-Mails dann auch an alle möglichen Stellen gingen und große Verwunderung darüber herrschte, was ich denn bloß mit diesen Daten wolle. Nachdem dann klar war, dass das Unmengen kosten würde die vorhandenen Daten nach meinen Wünschen umzugestalten, wurde ich dann an die Chefin vom Fitnesskomplex selbst verwiesen. Die hat sich dann auch schnell dazu bereit erklärt sich mit mir zu treffen. Ich hatte dann Andys Freund Scott gefragt ob er genau wisse wo in diesem riesigen Komplex ich ihr Büro finden würde (Scott kennt hier irgendwie jeden Winkel auf dem Campus) meinte er nur, dass die wohl voll der Drachen sein müsse der sehr unfreundlich und unkooperativ ist. Supi, und ich bin ja nicht erlaubt zu sagen, dass ich das nur für so ein doofes Projekt haben muss und mir ein NEIN tatsächlich weniger Arbeit machen würde... Na ja, ich da also hin und was soll ich sagen? Die Frau ist die Nettigkeit und Hilfsbereitschaft in Person. Nachdem sie mir gesagt hatte, dass das wegen den „magischen“ Worten bis in die höchsten Stellen ging und ich ihr gesagt hatte, dass ich das nur wegen meines Profs so formuliert hätte, war sie etwas erleichtert und meinte, dass sie andere Daten für mich hätte, mit denen ich dann wohl auch etwas anfangen würde können. Sie präsentierte mir dann eine Studie, die mir bei einem Artikel bestimmt weiterhelfen würde, aber halt nicht für mein Projekt ausreicht, da ich explizit Daten in Tabellenform haben muss. Wollte aber ihr aber ihre Freude nicht nehmen und habe dann gemeint, dass ich mal versuchen würde meinen Prof davon zu überzeugen, dass ich auch mit dem Papier einen Artikel schreiben könne... Gut, sie meinte dann, dass sie sich auf den Artikel freuen würde... tat mir dann auch irgendwie Leid, dass sie da wohl ziemlich lange drauf warten müsse.
Na ja, auf alle Fälle versuche ich jetzt noch die Datensätze zu bekommen, mit denen die Studie entstanden ist und hoffe, dass mein Prof damit zufrieden ist. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sich andere so viel Arbeit mit ihren Anfragen gemacht haben...
Ich hoffe diejenigen, die sich hierdurch gekämpft haben, sind vor Langeweile nicht eingeschlafen. Was hier vielleicht nicht so gut rüberkam ist, dass manche Datensätze doch interessant sein können, vor allem dann, wenn man Sachen herausfindet, die sonst der Öffentlichkeit verborgen blieben. So hat zB ein Reporter eine Statistik über Strafzettel analysiert und dabei entdeckt, dass die Stadt seit Jahren irrtümlich Tickets an nationalen Feiertagen ausgegeben hatte und somit Tausende von Menschen Strafzettel bezahlt mussten, die nicht gerechtfertigt waren (kann ich auch so mein eigenes Lied von singen...).
Wer sich für weitere solcher Geschichten interessiert, findet hier noch weitere Artikel.
Montag, 3. März 2008
Sonntag, 2. März 2008
International Fashion Show und andere Wochenendaktivitäten
Freitag Abend war es mal wieder soweit: Ein weiterer Geburtstag wird im Hause Tuck gefeiert. Diesmal war Jackie dran, auch wenn sie eigentlich erst morgen Geburtstag hat. Thema dieses Mal: Luau, also Hawaii! Heizung hochgedreht, Sand ins Wohnzimmer und die Kokosnussschalen angezogen… oder auch nicht ;)
Da die Party erst für später geplant war, sind Sarah, Silvia und ich uns vorher noch August Rush (in Dland unter: Der Klang des Herzen bekannt) anschauen gegangen. Der Film hat mir sehr gut gefallen, war auch vor allem mal lustig zu sehen wie Robin Williams mit ner Menge Ohrringen und roten Haaren aussieht.
Die anschließende Party war wie immer gut, nur waren dieses Mal erstaunlich viele Menschen mit ihren riesigen Photokameras unterwegs. Ok, da viele meiner Freunde hier Photojournalismus studieren, ist es nicht gerade verwunderlich, dass hier viele solche Kameras besitzen, aber zu einer Party würde ich die nicht mitbringen. Auf alle Fälle habe ich dann nachher erfahren, dass einige als Hausaufgabe aufhatten „wahre Emotionen“ zu photographieren, und so dachten sich wohl alle: Party und Hausaufgaben erledigen gleichzeitig? Cool ;)
Am nächsten Morgen wurde dann ein großes Frühstück gemacht und anschließend sind wir uns noch einen weiteren Film vom Festival anschauen gegangen. „Shake the Devil off“ handelt von der bevorstehenden Schließung der Gemeinde St. Augustine (musste ich dann doch ein paar Mal an zu Hause denken) in New Orleans nach Katrina. Da nur ca. die Hälfte der vorherigen Gemeindemitglieder zurückgekommen war nach Katrina und die Geldmittel gering waren, sollte die Gemeinde geschlossen werden und mit einer anderen zusammengefügt werden. Da es sich bei der Gemeinde allerdings um einen ganz bestimmten Kulturkreis handelte und die Menschen wirklich sehr an ihrem Pastor hingen, wollten sie dieses nicht hinnehmen und der Film handelt so von dem Kampf der Mitglieder um ihre Gemeinde.
Richtig cool war es, dass eine Jazz Gruppe davor und danach noch aufgetreten sind und wenn man die Augen zugemacht hat, dann konnte man denken, dass Louis Armstrong vor einem stünde. Der Kerl hatte aber auch eine Stimme! Echt klasse!
Gestern Abend sind dann Sarah, Andy, Jackie und ich zur International Fashion Show gegangen, weil Yang da unter anderem auftreten sollte. Obwohl die typische Kleidung der jeweiligen Länder im Mittelpunkt stand, hätte ich die Veranstaltung wohl nicht Fashion Show genannt, da es zumeist Showeinlagen gab, wo viel getanzt wurde. Auch ein anderer Teil des Namens war nicht wirklich zutreffend. Asiatischer Kulturabend hätte es wohl eher getroffen, denn außer asiatischen Ländern war kein anderes Land vertreten! Da hat es auch nicht lange gedauert, bis von meinen Mitbewohnern die Aufforderung kam, nächstes Mal doch im Dirndl mitzumachen (mphf!). Da meinte ich nur, dass das nicht deutsch, sondern bayrisch wäre! ;)
Insgesamt war es ein wortwörtlich „bunter“ Abend und mir hat’s gefallen, auch wenn die beiden Moderatorinnen mich wirklich zum fremdschämen gebracht haben. Es war aber auch schon echt peinlich immer wieder mit anzusehen, wie die beiden einen schlechten Joke nach dem anderen ablieferten und kein Mensch lachte. Die Naturgesetze galten für die beiden an diesem Abend nicht: Die Moderation konnte tatsächlich hölzern und künstlich zugleich sein!
April?
Gestern war es endlich wieder soweit: SONNE!!! Und es war das erste Mal wieder warm! Der Frühling ist da!
So sieht das Wetter zurzeit aus:
24°C und zwar windig, aber ich werde mich gleich erst mal in die Sonne begeben. Was mich allerdings etwas verwundert, ist die Nachricht, die ihr ganz oben im Bild sehen könnt. Wie, Wintersturmwarnung?!? Also habe ich mal auf die Wettervorhersage für morgen geschaut, und die gefällt mir dann auch schon mal gar nicht mehr:
Von 24 auf -10 Grad in 24 Stunden. Frühling ist also wohl doch erst mal nur ein Trugschluss :(





