Genau diese Frage habe ich mir heute Morgen um 5:45 gestellt, also ich beschlossen hatte aufzustehen. Mittlerweile hat sich die Frage in: Warum eigentlich nicht?! geändert, und so sitze ich jetzt hier mit meinem Kaffee in Begleitung der Hunde (die übrigens schon wieder am pennen sind) im Wohnzimmer und warte, dass jemand aufsteht. In jedem anderen Haushalt würde ich darauf wohl noch ein paar Stündchen warten, aber Dwight ist ein notorischer Frühaufsteher, was mich in Kalifornien so manche Stunde Schlaf gekostet hat, mir dafür aber auch „mehr Stunden“ verschafft hat. Nach ca. 5 Std Schlaf geht es mir auch erstaunlicherweise gut, was mich nachdenklich macht, ob ich soeben mein generelles Zeitproblem während des Semesters gelöst habe?! Mir fällt dann aber mein allgemeiner Schlafmangel zu soeben erwähnter Zeit ein und so Streiche ich diese „Problemlösung“ auch wieder schnell. Jetzt sitze ich hier allerdings und frage mich, was ich um diese Uhrzeit so alles anstellen kann. Normalerweise wenn ich so früh aufstehe, ist das immer mit einer kurzen Dusche verbunden, die von konstanten Gleichgewichtsproblemen begleitet wird, da mein Vestibularorgan so früh morgens wohl auch noch etwas schlafen möchte; des Weiteren dann noch ein kurzes Frühstück und ein Betreten des Autos mit sofortigem Versuch wieder einzuschlafen, da die ersten paar Autostunden in den Urlaub meistens nicht wirklich spannend sind. Ansonsten fehlte es mir bis jetzt zumeist an der Motivation einfach so und aus „Spaß“ mich so früh aus dem Bett zu begeben. Da dies heute Morgen anders ist, kann ich die Gelegenheit mal nutzen um euch noch ein wenig davon zu erzählen, was hier noch so passiert ist oder vielleicht noch passieren wird.
Gestern Abend sind wir zusammen mit Dwights Schwester und deren Mann zu einem Comedy-Abend gegangen um uns Springfire anzuschauen. Die Essensfrage im Great American Land and Cattle Company war dann auch ohne Karte schnell geklärt, da man die Auswahl zwischen Steak, Hühnchen oder Lachs mit Grillkartoffel, Krautsalat und Bohnen hatte. Da Denis, Jeff und Jaime Bekannte von Chris und Dwight sind, wurden sie mir auch erst mal vorgestellt. Manchen mag das Verwenden von Vornamen ohne wirkliche Bekanntheit des Anderen komisch vorkommen, aber wie ich vielleicht bereits in einem früheren Eintrag erwähnt habe, ist dies hier gang und gäbe und macht den Umgang mit seinen Mitmenschen zumeist viel angenehmer. Wer von euch könnte sich das denn in Deutschland vorstellen?
Auf alle Fälle war es ein sehr lustiger und schöner Abend, da die Jungs neben guten Sprüchen auch super Musik gemacht haben. Wer Interesse hat, kann sich bei mir mal die CD ausleihen.
Heute Nacht kommt Anna und ihre Familie aus LA wieder, was mich zwar auf der einen Seite freut, auf der anderen Seite aber etwas traurig macht, da das zwangsläufig heißt, dass sie nur noch zwei volle Tage hier ist. Werde sie wohl danach ne ganze Weile nicht mehr sehen, also müssen wir die letzen Tage noch mal so richtig ausnutzen. Unter anderem haben wir noch einen Tripp nach Mexiko vor. Mal sehen, ob der noch stattfinden wird…
Heute kommen und die Großeltern aus Las Cruzes besuchen und darauf freue ich mich schon. Beide sind zwar schon Mitte Achtzig, aber dafür noch sehr gut in Schuss, wenn ich das an dieser Stelle mal so sagen darf ;)
Da sich mein Eintrag bis jetzt noch an Länge in Grenzen hält, gebe ich euch noch einen Buchtipp auf den Weg: Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt. Dieses Buch lese ich zurzeit und obwohl das Thema, nämlich die Jugend des Autors, ziemlich mitleidserregend ist und einen vielleicht auch etwas depressiv macht, so ist der Stil des Autoren und seine Geschichte einfach interessant und empfehlenswert.
Es ist jetzt 7:15 und noch immer ist kein anderer aufgestanden… Kann mich nun also getrost meinem Buchtipp wenden und meinen leckeren Starbuckskaffee genießen :) Ihr könnt euch noch ein paar Bilder des gestrigen Abends anschauen:


Find ich ne super Idee!
Musste besonders über das obere Schild lachen!


Falls man bis jetzt noch nicht wusste, in welchem Staat man sich aufhält... ;)

Erinnert einen irgendwie unweigerlich an Singapur